Mandelson-Enthüllungen: Scharfe Kritik an Starmer und No.10
Wichtige Fakten
- • Mandelson nannte Starmer „schwunglos“ und kritisierte Führungsschwäche.
- • Er riet der Regierung zu mehr „Trump’scher Risikobereitschaft“.
- • Mandelson soll Brown vorgeworfen haben, Starmer zu untergraben.
- • Gespräch über das Präsent einer Regierungsbox für Donald Trump.
- • Mandelson plädierte für positive KI-Rhetorik vor Sicherheitsaspekten.
Schonungslose Kritik an der Regierung
Neue, über 1.000 Seiten umfassende Dokumente zur Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA offenbaren scharfe Kritik des früheren Ministers an Premierminister Keir Starmer und dessen Regierung. In internen WhatsApp-Nachrichten mit dem damaligen Kabinettsminister Pat McFadden bezeichnete Mandelson Starmer im Juli 2025 als „ohne Schwung und Verve“ und nannte die Downing Street „belagert und leer“. Er warf dem Premierminister vor, unter Druck einzuknicken, und riet zu einem „Trump’scheren, risikofreudigeren Auftreten“, um die Öffentlichkeit zurückzugewinnen. McFadden beklagte sich im Gegenzug über Abgeordnete, die ständig fragten, „wen können wir besteuern, um anderen Leistungen zu zahlen“.
Internes Politik-Chaos und persönliche Angriffe
Die Dokumente zeigen zudem, dass Mandelson dem früheren Premierminister Gordon Brown vorwarf, Starmer „in großem Stil zu untergraben“, wobei er Angela Rayner als „Instrument der Destabilisierung“ bezeichnete. Gesundheitsminister Wes Streeting beschrieb Mandelson angesichts von dessen Haltung zu Gaza als „hysterisch“ und in einer „midlife crisis“. Auch die Debatte um Sozialkürzungen wurde thematisiert: Mandelson spekulierte, dass Starmer eine Abstimmungsniederlage möglicherweise nicht „überleben“ würde. In anderen Nachrichten riet Mandelson Wirtschaftsminister Kyle zu „positiveren KI-Äußerungen“ vor einer Sicherheitskonferenz. Zudem diskutierten Beamte die Idee, Donald Trump eine offizielle Regierungsbox zu schenken – Mandelson nannte die Verzögerungen „wie aus der ‚Thick of It‘“.
Sicherheitsbedenken und Netzwerkprobleme
Mandelsons Verbindungen zu Persönlichkeiten aus China, Russland und Israel waren Gegenstand von Sicherheitsbedenken, die jedoch vom Ex-Botschafter zurückgewiesen wurden. Kurz vor Weihnachten 2024 diskutierten Beamte, ob der langjährige Politiker überhaupt einer Sicherheitsüberprüfung bedürfe. Ein FO-Sicherheitschef warnte, die USA seien „streng in Sicherheitsfragen“ und würden den Status prüfen. Zahlreiche Nachrichten wurden geschwärzt, und es gab Hinweise, dass Mandelson aufgefordert wurde, Mobilgeräte auszuhändigen. Unterdessen dauern polizeiliche Ermittlungen gegen Mandelson wegen ungeklärter Verstöße gegen das Official Secrets Act an.
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