Philippinen rufen nationalen Energie-Notstand aus
Wichtige Fakten
- • Präsident Ferdinand Marcos rief einen einjährigen nationalen Energie-Notstand wegen des Nahost-Konflikts aus.
- • Das Land hat etwa 45 Tage Treibstoffvorrat und plant, 1 Million Barrel Öl zu beschaffen.
- • Die Regierung will Kohlekraftwerke ausbauen, um Stromkosten zu senken, da Kohle 60% der Stromerzeugung ausmacht.
- • Die Philippinen beantragen US-Waivers, um Öl aus sanktionierten Ländern wie Iran und Venezuela zu importieren.
- • Maßnahmen umfassen Treibstoffsubventionen für Transportarbeiter und mögliche Evakuierung von 2,4 Millionen Filipinos im Nahen Osten.
Energie-Notstand und Maßnahmen
Die Philippinen haben aufgrund des Nahost-Konflikts einen nationalen Energie-Notstand ausgerufen, der zunächst ein Jahr gilt. Präsident Ferdinand Marcos begründete dies mit der drohenden Gefahr einer kritisch niedrigen Energieversorgung. Die Regierung autorisiert das Energieministerium, gegen Hortung und Preistreiberei vorzugehen, Vorauszahlungen für Treibstoffverträge zu leisten und die Kohleproduktion zu erhöhen, um Stromkosten zu senken. Das Land verfügt über etwa 45 Tage Treibstoffvorrat und plant den Kauf von einer Million Barrel Öl zur Pufferbildung.
Abhängigkeit von Importen und Kohle
Die Philippinen sind stark von importiertem Treibstoff abhängig und decken etwa 60% ihrer Stromerzeugung mit Kohle. Energieministerin Sharon Garin kündigte an, dass das Land vorübergehend stärker auf Kohle setzen wird, da die Kosten für Flüssigerdgas (LNG) steigen. Indonesien hat zugesichert, keine Beschränkungen für Kohleimporte zu verhängen. Gleichzeitig sucht das Land US-Waivers, um Öl aus sanktionierten Ländern wie Iran und Venezuela zu beziehen, um die Versorgung zu sichern.
Soziale und humanitäre Maßnahmen
Die Regierung unterstützt Transportarbeiter mit 5.000 Pesos (ca. 83 US-Dollar) pro Person, um mit steigenden Treibstoffpreisen umzugehen, und bietet kostenlose Busfahrten in ausgewählten Städten an. Das Migrationsministerium bereitet sich auf mögliche Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen für die etwa 2,4 Millionen Filipinos im Nahen Osten vor, darunter 31.000 in Israel und 800 im Iran.
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