Pistorius in Kiew: Deutschland und Ukraine entwickeln Drohnen mit 1.500 km Reichweite
Wichtige Fakten
- • Deutschland und Ukraine entwickeln Drohnen bis 1.500 km Reichweite.
- • 25. Mai: Waffenstillstand in der Ukraine in Kraft getreten.
- • EU-Außenbeauftragte Kallas sieht Ukraine in stärkerer Position.
- • Pistorius: Ukraine stellt jetzt Sicherheit bereit, nicht nur konsumiert.
- • Bis zu 27.000 ukrainische Soldaten von Deutschland ausgebildet.
Gemeinsame Drohnenproduktion angekündigt
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Besuch in Kiew die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Drohnen mit Reichweiten von unter 100 Kilometern bis zu 1.500 Kilometern angekündigt. Die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im Bereich unbemannter Systeme soll durch Joint Ventures zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen gestärkt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte sechs laufende Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland bei der Rüstungsproduktion und bezeichnete dies als erst den Anfang. Deutschland hatte zuvor bereits eine strategische Partnerschaft mit der Ukraine vereinbart.
Waffenstillstand und strategische Lage
Am 25. Mai 2026 ist ein dreitägiger Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine in Kraft getreten; bislang überstand die Feuerpause mehrere Stunden ohne Zwischenfälle. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht die Ukraine in einer deutlich besseren Position als vor einem Jahr – auch aufgrund hoher russischer Verluste. Sie betonte die veränderte „Dynamik des Krieges“. Russlands Truppen stehen zunehmend unter Druck, ukrainische Drohnen treffen Ziele weit im Hinterland. Experten warnen jedoch davor, Russland zu unterschätzen.
Ausbildungsmission und Sicherheitsgarantien
Pistorius lobte die Ukraine als „hoch innovativ“ bei unbemannten Systemen und erklärte, das Land stelle nun selbst Sicherheit bereit, statt sie nur zu konsumieren. Er versprach die Fortsetzung der Ausbildung ukrainischer Soldaten: Bisher wurden fast 27.000 Soldaten von Deutschland geschult. Die Ukraine könne in Zukunft auch ein Battle-Management-System der Bundeswehr nutzen. Die enge Kooperation soll mittelfristig europäische Sicherheitsgarantien untersetzen, die über einen möglichen Waffenstillstand hinausreichen.
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