Syriens Übergangsregierung und SDF vereinbaren Waffenstillstand – neue Sorge wegen IS-Häftlingsausbruch in Shaddadi
- • Syriens Übergangsregierung und die kurdisch geführten Syrian Democratic Forces (SDF) vereinbarten nach heftigen Kämpfen einen Waffenstillstand; Übergangspräsident Ahmed (Ahmad) al‑Sharaa veröffentlichte dazu ein 14‑Punkte-Abkommen.
- • Das Abkommen sieht den Rückzug der SDF aus Gebieten östlich des Euphrat sowie aus den Provinzen Raqqa und Deir ez‑Zor vor; anschließend sollen SDF-Kräfte in Armee und Sicherheitsapparat integriert werden.
- • Grenzübergänge, Luftraum sowie Öl- und Gasfelder im Nordosten Syriens und strategische Infrastruktur (u. a. Euphrat-Dämme) sollen an die Übergangsregierung übergehen.
"Die Waffenruhe verschiebt die Kontrolle im Nordosten deutlich zugunsten der Übergangsregierung, doch der gemeldete Ausbruch mutmaßlicher IS-Häftlinge in Shaddadi erhöht den Sicherheitsdruck und könnte die Umsetzung des Integrationsplans (inklusive Übernahme der Gefängnisse und Lager) beschleunigen oder – wegen gegenseitiger Schuldzuweisungen und Misstrauen – zusätzlich belasten. Entscheidend wird sein, ob Damaskus kurzfristig glaubwürdig Kontrolle über Haftanstalten und Camps herstellen kann und ob die SDF-Führung die angekündigten Schritte tatsächlich mitträgt."
Trump verschärft Druck auf Hamas zur Entwaffnung zum Start der zweiten Phase des Gaza‑Waffenstillstands – Pläne für Übergangsverwaltung konkretisiert
- • BBC Verify wertete Satellitenbilder aus und dokumentiert, dass gelbe Betonblöcke zur Markierung der «Gelben Linie» in mindestens drei Gebieten (Beit Lahia, Jabalia, al‑Tuffah) zunächst gesetzt und später weiter in den Gazastreifen hinein versetzt wurden; insgesamt wurden 16 Positionen verschoben.
- • Im Viertel al‑Tuffah (Gaza‑Stadt) wurden laut Satellitenbildern zwischen dem 27. November und dem 25. Dezember mindestens sieben bereits platzierte Blöcke versetzt.
- • Die versetzten Markierungen lagen im Durchschnitt rund 295 Meter weiter innerhalb des Gazastreifens als die Linie auf den offiziellen Karten.
"Mit dem Beginn der zweiten Phase verschiebt sich der diplomatische Schwerpunkt erkennbar in Richtung Entwaffnung, Übergangsverwaltung und Wiederaufbau. Trumps öffentliches Ultimatum, die skizzierten Mechanismen (inklusive möglichem «Buy-back»-Programm) sowie die benannten internationalen und personellen Rollen erhöhen den politischen Druck – gleichzeitig bleibt offen, wie eine Demilitarisierung praktisch durchgesetzt werden könnte. Solange Kernpunkte wie israelischer Rückzug und deutlich mehr humanitäre Hilfe ungeklärt bzw. laut Guardian nicht voll umgesetzt sind und es weiter zu Luftangriffen sowie Vorfällen entlang der umstrittenen «Gelben Linie» kommt, bleibt die Waffenruhe fragil und das Risiko erneuter Eskalationen hoch."
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