Politische Kontroverse überschattet Berlinale-Preisverleihung
Wichtige Fakten
- • Syrisch-palästinensischer Regisseur Abdallah Alkhatib bezeichnete Deutschland als 'Partner des Völkermordes in Gaza'
- • Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ daraufhin den Saal
- • Israels Botschafter Ron Prosor und CSU-Politiker Alexander Hoffmann kritisierten die Aussagen scharf
- • Die Berlinale war bereits zuvor durch Debatten um politische Positionierung zum Gaza-Krieg überschattet
- • Intendantin Tricia Tuttle verteidigte die Berlinale als Ort kontroverser Debatten
Politische Rede bei Berlinale-Preisverleihung
Bei der Preisverleihung der 76. Berlinale am Samstagabend sorgte der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib für einen Eklat. In seiner Dankesrede für den Preis für das beste Spielfilmdebüt bezeichnete er die deutsche Bundesregierung als 'Partner des Völkermordes in Gaza'. Der anwesende Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ daraufhin den Saal; ein Sprecher nannte die Aussagen inakzeptabel.
Kritische Reaktionen und Festival-Debatte
Israels Botschafter Ron Prosor und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kritisierten Alkhatibs Auftritt scharf. Hoffmann sprach von 'Völkermord-Vorwürfen, antisemitischen Ausfällen und Drohungen gegen Deutschland'. Bereits während des Festivals hatte ein offener Brief von Filmschaffenden die Berlinale wegen 'institutionellen Schweigens' zum Gaza-Krieg kritisiert. Intendantin Tricia Tuttle verteidigte die Berlinale hingegen als Ort kontroverser, aber offener Debatten.
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