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Wirtschaft 27.07.2026, 12:58 Aktualisiert: 27.07.2026, 15:02

Porsche und Audi verschärfen Sparkurse: Tausende Stellenstreichungen und gekappte Prognosen

Porsche streicht rund 5000 weitere Stellen, insgesamt 8900.

Wichtige Fakten

  • Porsche streicht rund 5000 weitere Stellen, insgesamt 8900.
  • Tariferhöhungen bis 2035 werden teilweise einbehalten.
  • Audi senkt Jahresprognose auf 58-63 Mrd Euro Umsatz.
  • Audi-Gewinn im zweiten Quartal sinkt um 21 Prozent.
  • China-Geschäft von Audi bricht drastisch ein.

Bei einer Betriebsversammlung hat Porsche Details seines „Zukunftspakets“ vorgestellt, das Einsparungen und Jobabbau vorsieht. Rund 5.000 weitere Stellen sollen gestrichen werden – zusammen mit dem bereits beschlossenen Wegfall müssen etwa 8.900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Der Abbau soll über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge sozialverträglich erfolgen. Tariferhöhungen bleiben bis 2035 zum Teil einbehalten, Weihnachtsgeld sinkt und Bonuszahlungen werden stärker an den Erfolg gekoppelt. Bis 2035 ist die Standortsicherung verlängert, betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.

Auch Audi stärker sparen als bisher. Die bereits laufenden Sparmaßnahmen reichten nicht aus, so Finanzchef Jürgen Rittersberger. Das Werk Neckarsulm soll durch Kapazitätssenkung in Ingolstadt und der Streichung der Nachtschicht gerettet werden. In Europa müssen Überkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen abgebaut werden, betont VW-Chef Oliver Blume.

Audi hat seine Prognose gekappt: Für 2026 werden nur noch 58 bis 63 Milliarden Euro Umsatz erwartet – fünf Milliarden weniger als im April. Die Rendite soll bei fünf bis sieben Prozent liegen, im ersten Halbjahr lag sie nur bei 3,8 Prozent. Der Gewinn ist im zweiten Quartal um 21 Prozent auf 563 Millionen Euro gesunken, vor allem wegen des schwachen China-Geschäfts und des Preiswettbewerbs.

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