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Wirtschaft 10.07.2026, 16:13 Aktualisiert: 10.07.2026, 18:01

DAX gibt nach: Nahost-Krise und VW-Sorgen belasten

DAX schließt bei 25.067 Punkten, minus 0,2 Prozent.

Wichtige Fakten

  • DAX schließt bei 25.067 Punkten, minus 0,2 Prozent.
  • VW will bis zu 100.000 Stellen streichen.
  • Bayer erhält 3 Mrd. Euro von Apollo für Verhütungsmittel.
  • NATO-Investitionen könnten in Deutschland 723.000 Jobs schaffen.
  • Ölpreise steigen wegen erneuter Nahost-Spannungen.

Markt im Sog der Nahost-Krise

Der DAX gab am Freitag um 0,2 Prozent auf 25.067 Punkte nach und verzeichnete damit ein Wochenminus von 2,8 Prozent. Auslöser ist die verschärfte Lage im Nahen Osten, die die Ölpreise treibt und Zinserhöhungsängste schürt. Besonders die offene Frage einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus sorgt für Verunsicherung. Technologiewerte zeigten sich stabil, doch Analysten warnen vor weiteren Turbulenzen.

Autobauer unter Druck: VW mit harschen Sparplänen

Volkswagen steckt in der Krise: Im zweiten Quartel gingen die Auslieferungen um fast neun Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück, vor allem wegen schwacher China-Verkäufe. Konzernchef Oliver Blume kündigte die "umfassendste Neuausrichtung der Konzerngeschichte" an. Bis zu 100.000 Stellen könnten gestrichen werden, auch Werksschließungen sind im Gespräch – wobei eine alternative Nutzung für Rüstungsproduktion oder China-Modelle geprüft wird. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies stemmt sich gegen Schließungen.

Bayer verbessert Liquidität, NATO-Investitionen versprechen Jobs

Der Chemieriese Bayer verkauft eine Minderheitsbeteiligung an seinem Geschäft mit Langzeitverhütungsmitteln an Apollo Global Management und erlöst damit drei Milliarden Euro Eigenkapital. Parallel dazu zeigt eine Studie von EY und DekaBank, dass zusätzliche NATO-Investitionen in sicherheitsrelevante Infrastruktur in Deutschland rund 723.000 neue Arbeitsplätze schaffen könnten – insgesamt sogar 4,4 Millionen in Europa. Die Finanzierung bleibt jedoch offen.

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