Prozess um Tod von Zugbegleiter Serkan Çalar startet
Wichtige Fakten
- • Am 2. Februar 2026 wurde Zugbegleiter Serkan Çalar in Landstuhl tödlich attackiert.
- • Der Angeklagte ist 26 Jahre alt und griechischer Staatsbürger.
- • Die Staatsanwaltschaft wirft Mord vor, das Gericht prüft Körperverletzung mit Todesfolge.
- • Im Jahr 2025 gab es 3.200 Gewaltdelikte gegen Bahnmitarbeiter.
- • Politische Forderungen nach mehr Sicherheit, etwa Doppelbesetzung, bleiben bislang unverbindlich.
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter
Von heute an verhandelt das Landgericht Zweibrücken den gewaltsamen Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar. Der 36-Jährige wurde am 2. Februar 2026 in einem Regionalexpress bei Landstuhl nach einer Fahrkartenkontrolle von einem Fahrgast mit Faustschlägen attackiert und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.
Prozessauftakt und Vorwürfe
Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen erhoben, das Landgericht Zweibrücken sieht jedoch einen Tatverdacht wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der 26-jährige Angeklagte, ein griechischer Staatsbürger mit Studium in Manchester und Arbeit bei einer Unternehmensberatung in Luxemburg, hat die Tat eingeräumt, aber den Tötungsvorsatz bestritten.
Forderungen nach mehr Sicherheit
Die Tat löste bundesweit Diskussionen über den Schutz von Bahnpersonal aus. Nach Angaben der Bundespolizei gab es im vergangenen Jahr 3.200 Gewaltdelikte gegenüber Mitarbeitenden von Eisenbahnverkehrsunternehmen – mehr als acht Übergriffe pro Tag. Die Familie Çalar und Kollegen fordern unter anderem Doppelbesetzungen, doch nur Niedersachsen hat diese verbindlich in Ausschreibungen vorgesehen.
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