Rapper Balendra Shah führt RSP zu historischem Wahlsieg in Nepal
Wichtige Fakten
- • Shahs RSP gewann 122 von 165 Direktmandaten und erzielte die größte Mehrheit seit Nepals Demokratisierung.
- • Die Wahl war die erste nach Jugendprotesten im September 2025, bei denen 70 Menschen ums Leben kamen.
- • Shah schlug Ex-Premier KP Oli im Wahlkreis Jhapa-5 mit 68.348 zu 18.724 Stimmen deutlich.
- • Die RSP verspricht 1,2 Millionen Arbeitsplätze und eine Verdopplung der Wirtschaftsleistung auf 100 Milliarden USD.
Historischer Wahlsieg für Balendra Shah und seine Partei
Der ehemalige Rapper Balendra Shah, auch bekannt als Balen, hat mit seiner Partei Rastriya Swatantra Party (RSP) einen historischen Wahlsieg bei den Parlamentswahlen in Nepal errungen. Die RSP gewann mindestens 122 der 165 direkt gewählten Sitze und ist damit auf dem Weg zur größten parlamentarischen Mehrheit seit der Demokratisierung des Landes. Shah selbst besiegte den ehemaligen Premierminister KP Oli in dessen Wahlkreis Jhapa-5 mit 68.348 zu 18.724 Stimmen deutlich.
Wahl als Folge der Jugendproteste
Die Wahl war die erste seit den gewaltsamen Jugendprotesten im September 2025, bei denen 70 Menschen getötet wurden und die Regierung von KP Oli gestürzt wurde. Shah, der während der Proteste gegen das Verbot sozialer Medien sprach und Oli als "Terroristen" bezeichnete, wurde zur Symbolfigur der Generation Z. Seine Partei zielte mit einem Manifest auf wirtschaftliche Reformen ab, darunter die Schaffung von 1,2 Millionen Arbeitsplätzen und die Verdopplung der Wirtschaftsleistung auf 100 Milliarden US-Dollar innerhalb von fünf Jahren.
Herausforderungen für die neue Regierung
Shah, der als nächster Premierminister Nepals gilt, steht vor enormen Herausforderungen. Analysten betonen, dass er die hohen Erwartungen der jungen Generation erfüllen muss, die Korruption bekämpfen und die Bürokratie reformieren will. Zudem muss Nepal seine komplexe geopolitische Lage zwischen Indien und China managen. Shah hat versprochen, frühere Regierungen für Korruption und ihre Rolle bei der Tötung von Protestierenden zur Rechenschaft zu ziehen.
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