Razzia bei Deutscher Bank wegen Cum-Cum-Geschäften der Postbank
Wichtige Fakten
- • Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchsucht Deutsche Bank wegen Cum-Cum-Geschäften.
- • Verdacht: Postbank zahlte zwischen 2008-2010 350 Mio. Euro Steuern zu wenig.
- • Deutsche Bank gilt als rechtliche Nachfolgerin der Postbank.
- • Zehn ehemalige Postbank-Verantwortliche gelten als Beschuldigte.
- • Bundesweiter Cum-Cum-Schaden wird auf bis zu 28 Mrd. Euro geschätzt.
Razzia bei Deutscher Bank: Durchsuchung wegen Cum-Cum-Steuergeschäften
Am 22. Juli 2026 durchsuchten mehrere Dutzend Staatsanwälte und Finanzermittler die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zu möglicherweise rechtswidrigen Cum-Cum-Geschäften der Postbank in den Jahren 2008 bis 2010. Dabei soll die Postbank mehr als 350 Millionen Euro Steuern zu wenig gezahlt haben. Die Deutsche Bank, die die Postbank schrittweise ab 2009 übernommen hatte und seit 2018 rechtliche Nachfolgerin ist, wird als Drittpartei durchsucht. Zehn ehemalige Postbank-Verantwortliche sind als Beschuldigte geführt.
Hintergrund der Cum-Cum-Geschäfte
Bei Cum-Cum-Konstruktionen werden Aktien um den Dividendenstichtag gehandelt, um Steuervorteile zu erlangen. Der Bundesfinanzhof erklärte bestimmte Formen bereits 2015 für unrechtmäßig, dennoch kommt die Aufarbeitung nur langsam voran. Bundesweit wird der Schaden aus Cum-Cum-Geschäften auf 7,3 Milliarden Euro offiziell geschätzt, Experten wie Professor Christoph Spengel gehen von bis zu 28 Milliarden Euro aus. Die Deutsche Bank selbst stand diesmal nicht im Fokus der Ermittlungen, hatte aber 2026 Berichten zufolge womöglich eigene Cum-Cum-Deals in Millionenhöhe. Sie kooperiere den Angaben zufolge umfassend mit den Behörden.
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