Rekordfund: Acht Tonnen Kokain im Hafen Wilhelmshaven beschlagnahmt
Wichtige Fakten
- • Acht Tonnen Kokain im Hinterhaus Wilhelmshaven beschlagnahmt.
- • Die Droge wurde in einem Container aus Sierra Leone entdeckt.
- • Sierra Leone gilt als neues Drehkreuz für Kokainschmuggel nach Europa.
- • Zwei Spanier wurden in Andalusien im Rahmen der Ermittlungen festgenommen.
- • Zoll füllte Container mit Tarnladung und ließ ihn nach Barcelona weitertransportieren.
Der deutsche Zoll hat im JadeWeserPort in Wilhelmshaven eine Rekordmenge von acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Es handelt sich um eine der größten Einzelsicherstellungen der vergangenen Jahre in Deutschland. Die Drogen befanden sich in einem Container mit Kakaobohnen, der nach Barcelona bestimmt war.
Der Fall zeigt die wachsende Bedeutung Sierra Leones im globalen Kokainhandel. Das Schiff war Ende Januar im Hafen von Freetown gestartet. Europa gilt inzwischen als größter Kokainabsatzmarkt der Welt, und westafrikanische Länder werden zunehmend als Umschlagplätze genutzt. In diesem Zusammenhang steht auch der niederländischen Verbrechers Jos Leijdekkers, der in Sierra Leone untergetaucht sein soll.
Die Zollfahndung Hannover arbeitete bei dem Fall eng mit spanischen Kollegen zusammen. Nach der Sicherstellung wurde der Container mit einer Tarnladung nach Barcelona geschickt, wo Anfang Mai zwei Männer festgenommen wurden. Das BKA sieht die Entwicklungen in Westafrika mit Sorge, da europäische Behörden dort nicht ausreichend vernetzt sind.
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