Rentenreform: Gemischte Reaktionen von Wirtschaft und Gewerkschaften
Wichtige Fakten
- • OECD lobt Abschaffung von Frühverrentung und Minijobs.
- • IMK/WSI warnen vor Beitragssatzsteigerung auf 22% bis 2032.
- • Kapitalgedeckte Komponente könnte 1% Wirtschaftswachstum kosten.
- • Merz verteidigt Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67,5 Jahre.
- • Gewerkschaften lehnen Aus der abschlagsfreien Rente ab.
Reaktionen auf das Rentenpaket
Die Bundesregierung will die 33 Vorschläge der Rentenkommission vollständig umsetzen. OECD, Gewerkschaften und Arbeitgeber reagieren unterschiedlich. Die OECD lobt die Abschaffung von Minijobs und Frühverrentung sowie die Einbeziehung von Selbstständigen. Die gewerkschaftsnahen Institute IMK und WSI warnen vor höheren Beitragssätzen bis 2032 auf 22% und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um 1% sowie 250.000 Jobs. DGB-Chefin Fahimi sieht Ungerechtigkeiten, BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter lobt politischen Mut, warnt aber vor Kosten.
Merz verteidigt Reform im Bundestag
Kanzler Merz betont, die Rentenreform sei ein notwendiger Schritt. Er will die Gesetze bis Jahresende verabschieden und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln (bis 2041 auf 67,5 Jahre). Grüne und Linke kritisieren dies als Rentenkürzung. Merz weist Vorwürfe zurück und sichert keine Kooperation mit der Linken zu.
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