Karneval in NRW: Rosenmontagszüge trotz Schneematsch und politischer Botschaften
Wichtige Fakten
- • Kölner Rosenmontagszug mit etwa 11.500 Teilnehmern, 60 Kapellen und 21 Persiflagewagen.
- • Düsseldorfer Zug zeigte drei Putin-Wagen, die politische Satire und Solidarität mit Jacques Tilly betonten.
- • Tausende Einsatzkräfte sicherten die Umzüge, mit geringen Zwischenfällen wie zwei Personen in Polizeigewahrsam in Düsseldorf.
- • Größter Karnevalswagen Deutschlands in Essen vom Rekord-Institut bestätigt.
Karneval in NRW
Der Straßenkarneval erreichte in Nordrhein-Westfalen am Rosenmontag seinen Höhepunkt, mit Umzügen in großen Städten wie Köln und Düsseldorf sowie kleineren Orten, trotz Regen und Schneematsch. In Köln zog der größte Zug mit etwa 11.500 Teilnehmern, 60 Kapellen und 21 Persiflagewagen durch die Stadt, während in Düsseldorf etwa 700.000 Menschen den Zug verfolgten. Die Düsseldorfer Wagen wurden mit besonderer Spannung erwartet, da Wagenbauer Jacques Tilly von der russischen Justiz verfolgt wird, und zeigten drei satirische Darstellungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die politische Themen wie die AfD und Europa aufgriffen.
Solidarität und Sicherheit
In Köln zeigte man Solidarität mit Tilly, indem Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn einen Wagen mit der Losung 'Mer all sin Tilly' befahren ließ. Tausende Einsatzkräfte sicherten die Veranstaltungen ab, wobei NRW-Innenminister Herbert Reul die Risiken und Anstrengungen für die Polizei betonte und selbst in Verkleidung auf einem Wagen mitfuhr. Die Polizei in Köln meldete keine besonderen Vorkommnisse, während in Düsseldorf zwei Personen in Polizeigewahrsam kamen, drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung und andere kleinere Vorfälle gemeldet wurden.
Wetter und Zwischenfälle
Heftiger Schneefall in der Nacht führte zu kleinen Problemen wie nicht anspringenden Wagen, die Starthilfe benötigten, während Regenschauer und Gewitterankündigungen für manche Gegenden NRWs galten, Köln und Düsseldorf jedoch aussparten. Am Wochenende gab es bereits Zwischenfälle wie Messergewalt in Leverkusen und einen Unfall im Rhein-Sieg-Kreis, bei dem drei Männer von einem Wagen stürzten und sich verletzten. Der größte Karnevalswagen Deutschlands fuhr in Essen und wurde vom Rekord-Institut bestätigt.
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