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Wissen 23.06.2026, 03:38 Aktualisiert: 23.06.2026, 10:02

Heiße Nacht in Frankreich: Hitzewelle treibt Strompreise in Europa in die Höhe

Frankreich erlebte die heißeste Nacht seit 1947 mit 21,6°C Durchschnitt.

Wichtige Fakten

  • Frankreich erlebte die heißeste Nacht seit 1947 mit 21,6°C Durchschnitt.
  • Spanien gab rote Warnungen für Andalusien und Baskenland heraus.
  • Strompreise in Deutschland erreichten mit 545 €/MWh den höchsten Stand seit Juni 2024.
  • Ein französisches AKW musste wegen Kühlwassermangels heruntergefahren werden.
  • Gewitter mit 29.000 Blitzen in 24 Stunden verursachten Überschwemmungen in London.

Extreme Hitze in Großbritannien

Das britische Met Office hat eine seltene rote Wetterwarnung vor extremer Hitze für Teile Englands und Wales herausgegeben. Die Warnung gilt von Mittwoch, dem 24. Juni, bis Donnerstag, dem 25. Juni, und betrifft zentrale, südliche und südöstliche Gebiete Englands sowie Teile von Südwales. Die Temperaturen könnten in dieser Zeit auf bis zu 40°C steigen, was einen Rekord für den Juni bedeuten würde. Nach der Hitze sorgten Gewitter mit über 29.000 Blitzen für Überschwemmungen in London, wobei die Londoner Feuerwehr zu rund 400 Einsätzen ausrückte.

Rekordhitze in Frankreich und Spanien

Frankreich erlebte von Montag auf Dienstag die heißeste Nacht seit 1947, mit einem landesweiten Temperaturdurchschnitt von 21,6 Grad Celsius, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Zuvor hatte ein Rekord von 21,4 Grad aus dem Juli 2019 bestanden. In Spanien stand fast das gesamte Land unter Hitzewarnungen, mit roten Alarmstufen für Teile Andalusiens und des Baskenlandes, wo Temperaturen bis 40 Grad im Schatten vorhergesagt wurden. Auch Deutschland ist von der Hitzewelle betroffen: Die Stromgroßhandelspreise erreichten am Dienstagabend mit 545 Euro pro Megawattstunde den höchsten Stand seit Juni 2024.

Auswirkungen auf Infrastruktur und Energieversorgung

Die Hitzewelle hat in Europa zu einem sprunghaften Anstieg der Strompreise geführt, da die Nachfrage nach Klimaanlagen steigt und gleichzeitig die Windenergieproduktion wegen des Hitzetiefs gering ausfällt. Ein großes französisches Atomkraftwerk musste wegen fehlenden Kühlwassers heruntergefahren werden; es soll erst wieder ans Netz gehen, wenn die Temperaturen nächste Woche sinken. In London führten die Unwetter zu schweren Störungen im Nahverkehr, mit Teilsperrungen auf mehreren U-Bahn-Linien und Überschwemmungen auf der Elizabeth Line.

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