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International 29.08.2026, 12:05 Aktualisiert: 29.08.2026, 15:01

Royal Navy überwacht russische Schattenflotte in Nordsee und Ärmelkanal

Drei Kriegsschiffe und ein Helikopter überwachten 72 Stunden lang russische Schiffe.

Wichtige Fakten

  • Drei Kriegsschiffe und ein Helikopter überwachten 72 Stunden lang russische Schiffe.
  • Russischer Zerstörer Admiral Levchenko eskortierte sanktionierte Frachter General Skobolev und Sparta.
  • Russland reagierte mit Entsendung der Fregatte Neustrashimy.
  • Royal Navy-Aktivität zur Überwachung russischer Bewegungen stieg um 25 Prozent.
  • Im Juni enterten Royal Marines erstmals einen Schattenflotten-Tanker, die Smyrtos.

Operation im Detail

Die Royal Navy hat eine dreitägige Überwachungsoperation russischer Schiffe in der Nordsee und im Ärmelkanal durchgeführt. Laut Angaben der Marine wurden die Zerstörer HMS Duncan, HMS St Albans und das Patrouillenschiff HMS Severn eingesetzt, um vier Schiffe mit Radarsystemen zu verfolgen. Ein Merlin-Hubschrauber unterstützte die Operation aus der Luft.

Beobachtete Schiffe und russische Reaktion

Die russische Fregatte Admiral Levchenko eskortierte die sanktionierten Frachtschiffe General Skobelev und Sparta in Richtung Dover. Auf die Präsenz der britischen Marine reagierte Russland mit der Entsendung der Fregatte Neustrashimy, was nach Einschätzung des Ersten Seelords Sir Gwyn Jenkins Moskau dazu zwingt, kostbare militärische Ressourcen umzuleiten. Seitdem seien russische Schattenflotten-Vessels gezwungen, ihre Routen zu ändern, bemerkte Jenkins.

Zunahme russischer Aktivität

Die Operation folgt auf einen Anstieg der russischen Marineaktivität in britischen Gewässern, die im Juli zu 21 Beobachtungstagen führte. Das 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent höhere Aktivitätsniveau führte zu wiederholten Beobachtungen von Kriegsschiffen in der Straße von Dover und der Nordsee. Im Juni hatten Royal Marines den Tanker Smyrtos in einer sechsstündigen Operation geentert – ein Novum für die britischen Streitkräfte.

Weitere Konfliktdimensionen

Gleichzeitig besuchte der britische Premierminister Andy Burnham Kiew und sicherte der Ukraine militärische Unterstützung einschließlich der Baupläne für Komponenten von Scalp-Raketen zu. Die russische Regierung warf dem Vereinigten Königreich daraufhin vor, mit dem Feuer zu spielen. Ein ehemaliger russischer Außenminister schloss 'semi-militärische' Aktionen gegen Großbritannien nicht aus, was die Möglichkeit von Anschlägen auf britische Fabriken von Drohnenherstellern aufwirft.

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