Rückschlag für die Übergabe der Chagos-Inseln an Mauritius
Wichtige Fakten
- • Die USA haben ihre Unterstützung für den Vertrag über die Chagos-Inseln zurückgezogen.
- • Der Vertrag sah die Übergabe der Souveränität an Mauritius vor.
- • Diego Garcia sollte für 99 Jahre an die UK-US-Militärbasis verpachtet werden.
- • Ohne US-Unterstützung kann der Vertrag nicht ratifiziert werden.
- • Die Verzögerung betrifft auch die Umsiedlungspläne für Chagossianer.
Vertrag über Chagos-Inseln gestoppt
Das Vereinigte Königreich hat die Übergabe der Chagos-Inseln an Mauritius ausgesetzt, nachdem die USA ihre Unterstützung für den entsprechenden Vertrag zurückgezogen haben. Laut Stephen Doughty, einem Minister des Foreign Office, ist die Einigung auf politischer Ebene unmöglich geworden, da die USA unter Donald Trump ihre Position geändert haben. Der Vertrag sah vor, dass die UK die Souveränität der Inseln an Mauritius abtritt und die Insel Diego Garcia, Standort einer gemeinsamen UK-US-Militärbasis, für 99 Jahre verpachtet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Auswirkungen auf Ratifizierung und Beziehungen
Ohne die US-Unterstützung kann ein Update des UK-US-Abkommens von 1966 nicht vereinbart werden, was für die Ratifizierung des Vertrags notwendig ist. Doughty betonte, dass die Regierung weiterhin vom Vertrag überzeugt ist, um die Militärbasis zu schützen, aber die Verzögerung wird als Zeichen für verschlechterte US-UK-Beziehungen gewertet, nachdem Trump Keir Starmer kritisiert hat. Die Aussetzung betrifft auch die Pläne zur Umsiedlung von Chagossianern, die Mauritius laut Vertrag hätte umsetzen können.
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