Russische Geheimdienste spähen bayerischen Drohnenhersteller aus
Wichtige Fakten
- • Bundesanwaltschaft nahm zwei Verdächtige wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit fest.
- • Sie sollen einen Drohnenhersteller in Bayern für einen russischen Geheimdienst ausgespäht haben.
- • BfV-Präsident warnt vor erhöhtem Risiko für Spionage, Sabotage und Attentate.
- • Rüstungsbranche gilt als Hauptziel, auch wegen Lieferungen an die Ukraine.
- • Bereits 2024 gab es Hinweise auf geplantes Attentat auf Rheinmetall-Chef Papperger.
Festnahmen nach Spionagevorwürfen
Die Bundesanwaltschaft hat zwei Tatverdächtige festgenommen, die einen bayerischen Drohnenhersteller für einen russischen Geheimdienst ausgespäht haben sollen. Der Ukrainer Sergey N. wurde in Südspanien gefasst, die Rumänin Alla S. in Rheine (NRW). Sie sollen den Geschäftsführer des Unternehmens, der offen für Lieferungen an die Ukraine eintritt, ausspioniert und Filmaufnahmen von Firmengebäuden und seiner Privatadresse angefertigt haben.
Erhöhte Bedrohung für Rüstungsindustrie
Laut Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) zielt Russland verstärkt auf deutsche Unternehmen, insbesondere in der Rüstungs- und Technologiebranche. BfV-Präsident Sinan Selen warnt, dass neben Spionage und Sabotage auch "Tötungsoperationen" nicht mehr ausgeschlossen seien. Bereits 2024 gab es Hinweise auf ein geplantes Attentat auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger.
Historische Vorfälle und Sicherheitsmaßnahmen
Vergangene Fälle wie der Giftanschlag auf den bulgarischen Rüstungsunternehmer Emilian Gebrev 2015 mit Nowitschok zeigen das Risiko. In Tschechien und Bulgarien gab es 2014/2015 Sprengstoffanschläge auf Waffenlager, die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeschrieben werden. Deutsche Rüstungsmanager haben ihre Sicherheitsvorkehrungen daraufhin deutlich erhöht, teilweise mit Personenschutz.
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