Russische Spione in Angola verurteilt: Haftstrafen für Putschplan
Wichtige Fakten
- • Zwei Russen zu 8 und 11 Jahren Haft verurteilt.
- • Sie planten einen Putsch und finanzierten Proteste.
- • 22 Tote bei Protesten gegen Spritpreiserhöhungen im Juli 2025.
- • Verbindung zu russischem Desinformationsnetzwerk Africa Politology.
- • Russland baut militärische Präsenz in Afrika aus.
Hintergrund der Verurteilung
Ein angolanisches Gericht hat zwei Russen, Lev Lakshtanov und Igor Ratchin, wegen Spionage und Terrorismus zu acht bzw. elf Jahren Haft verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, einen Staatsstreich geplant und tödliche Proteste im Juli 2025 organisiert zu haben. Die Proteste gegen Kraftstoffpreiserhöhungen kosteten 22 Menschen das Leben.
Verbindung zu Russland
Die Anklage warf den Männern vor, für das russische Desinformationsnetzwerk Africa Politology gearbeitet zu haben, das nach dem Tod von Wagner-Chef Prigoschin vom russischen Auslandsgeheimdienst übernommen wurde. Zudem sollen sie die angolanische Oppositionspartei UNITA finanziert haben.
Regionale Bedeutung
Das Urteil fällt in eine Zeit wachsender russischer Einflussnahme in Afrika. Russland unterstützt Militärregime in Mali, Niger und Burkina Faso und baut seine Präsenz in der Region aus. Angola hingegen hat sich unter Präsident Lourenço stärker den USA und Europa angenähert.
Rechtsmittel eingelegt
Die Russen und die Staatsanwaltschaft haben Berufung eingelegt. Reporter ohne Grenzen schätzt die Pressefreiheit in Angola als gefährdet ein, und UNITA fordert mehr Transparenz im Prozess.
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