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International 24.02.2026, 15:08 Aktualisiert: 24.02.2026, 23:08

Russlands Energieeinnahmen sinken deutlich: Sanktionen zeigen Wirkung

Russlands Einnahmen aus fossilen Brennstoffen sanken um 19 Prozent auf 193 Mrd. Euro.

Wichtige Fakten

  • Russlands Einnahmen aus fossilen Brennstoffen sanken um 19 Prozent auf 193 Mrd. Euro.
  • EU-Importe russischer Energieträger gingen um 36 Prozent zurück.
  • Indiens und Chinas Ölimporte aus Russland sanken um 9 bzw. 14 Prozent.
  • Russlands Rohölexporte fielen um 6 Prozent, Einnahmen um 18 Prozent.
  • EU plant neues Sanktionspaket gegen russische Schattenflotte.

Rückgang der Energieeinnahmen

Russlands Einnahmen aus dem Export fossiler Brennstoffe sind im vierten Jahr seit der Invasion der Ukraine deutlich gesunken. Laut dem finnischen Thinktank CREA beliefen sich die Erlöse aus Öl, Gas, Kohle und Raffinerieprodukten in den zwölf Monaten bis zum 24. Februar 2026 auf rund 193 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber der Zeit vor Kriegsbeginn liegt das Minus sogar bei 27 Prozent.

Wirkung der Sanktionen

Besonders stark sanken die EU-Importe von russischen Energieträgern um 36 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf fielen um 18 Prozent auf rund 85,5 Milliarden Euro, da Russland sein Öl zunehmend mit Preisabschlägen verkaufen muss. Als Hauptgrund nennt CREA die EU-Sanktionen gegen aus russischem Rohöl hergestellte Raffinerieprodukte sowie US-Maßnahmen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil, die insbesondere Lieferungen nach Indien gedrückt haben.

Schattenflotte und weitere Maßnahmen

Russland exportiert über ein Drittel seines Öls mit Hilfe westlicher Reedereien in alten, unversicherten Tankern unter falscher Flagge, wobei die Zahl dieser Schiffe von 109 im Oktober auf 81 im Januar sank. Die EU-Kommission hat ein 20. Sanktionspaket vorgeschlagen, das ein umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen für Tanker mit russischem Rohöl vorsieht, um die Schattenflotte zu treffen, scheiterte jedoch bisher am Veto Ungarns.

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