Israel weitet Bodenoffensive aus und droht mit Angriffen auf Beirut
Wichtige Fakten
- • Israels Armee erobert Festung Beaufort und rückt tief in Libanon vor.
- • Netanjahu ordnet Angriffe auf Beiruter Süden an; Bewohner fliehen.
- • Iran sagt Verhandlungen mit USA ab: Waffenruhe im Libanon Vorbedingung.
- • Über 3.400 Tote und mehr als eine Million Vertriebene im Libanon.
- • Deutsche Entwicklungsministerin bricht Libanon-Reise aus Sicherheitsgründen ab.
Israel weitet Bodenoffensive und Luftangriffe aus
Israel hat seine Bodenoffensive im Libanon ausgeweitet und eroberte die strategisch wichtige Festung Beaufort – ein Symbol für frühere Besatzungszeiten. Premier Netanjahu ordnete zudem Angriffe auf den südlichen Vorort Dahijeh von Beirut an, was eine massive Fluchtwelle aus der Hauptstadt auslöste. Die israelische Armee begründet dies mit anhaltenden Hisbollah-Angriffen auf den Norden Israels.
Internationale Kritik und diplomatische Verwicklung
Europa reagiert mit scharfer Kritik. Bundesaußenminister Wadephul, sein britischer Kollege Cooper und Frankreichs Präsident Macron forderten ein Ende der Kämpfe. Unterdessen scheiterten Vermittlungsversuche der USA: Iran brach die Verhandlungen für eine Waffenruhe ab und machte ein Ende der Kämpfe im Libanon zur Vorbedingung.
Humanitäre Lage und geopolitische Implikationen
Seit Kriegsbeginn wurden über 3.400 Menschen getötet und mehr als eine Million vertrieben. Die deutsche Entwicklungsministerin Alabali Radovan brach eine Libanon-Reise aus Sicherheitsgründen ab. Der neuerliche Vormarsch weckt bei vielen Libanesen Erinnerungen an die israelische Besatzung (1982–2000) und könnte der Hisbollah neuen Zulauf bescheren.
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