Schottischer Patient spricht über Peniskrebs-Operation
Wichtige Fakten
- • Peniskrebs betrifft jährlich 700 Männer in Großbritannien.
- • Alastair Munro ließ 30% seines Penis entfernen.
- • Nach der OP war der Krebs vollständig entfernt.
- • Risikofaktoren sind Rauchen, HPV und soziale Benachteiligung.
- • Schottland hat die höchste Peniskrebsrate im UK.
Krankheitsverlauf und Behandlung
Der Bauingenieur Alastair Munro aus Inverness bemerkte einen Knoten an seinem Penis, den er zunächst ignorierte. Nach sechs Wochen suchte er seinen Hausarzt auf, der sofort Krebs vermutete. Die Diagnose Peniskrebs wurde drei Monate später bestätigt. Bei der siebenstündigen Operation entfernten Chirurgen 30 Prozent seines Penis sowie befallene Lymphknoten in der Leiste. Eine Hauttransplantation vom Oberschenkel rekonstruierte den Penis. Sechs Wochen später folgte eine weitere Operation, um restliche Tumorzellen zu entfernen. Nach einer Strahlentherapie im Februar galt er als krebsfrei, hat aber weiterhin mit Lymphödemen zu kämpfen.
Aufklärung als Motiv
Munro stimmte zu, seine Operation für die BBC-Dokuserie „Surgeons: At The Edge of Life“ filmen zu lassen, um die Öffentlichkeit über Peniskrebs zu informieren. Oft zögerten Männer aus Scham, einen Arzt aufzusuchen, erklärt Urologe CJ Shukla. Auch Hausärzte verwechselten die Symptome gelegentlich mit Pilzinfektionen. In den nächsten Jahren werde die Zahl der Peniskrebsfälle weiter steigen. Shukla warnt vor einer hohen Rückfallwahrscheinlichkeit und fordert eine bessere psychologische Betreuung und mehr Pflegepersonal für Betroffene.
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