Schüsse im Senat der Philippinen: Festnahme von Ex-Polizeichef eskaliert
Wichtige Fakten
- • Im Senat der Philippinen fielen Schüsse.
- • Ex-Polizeichef Ronald de la Rosa entzieht sich einer Festnahme.
- • Gegen ihn liegt ein Haftbefehl des IStGH vor.
- • De la Rosa soll an außergerichtlichen Tötungen beteiligt gewesen sein.
- • Präsident Marcos rief zur Ruhe auf.
Schüsse im Senat
Im philippinischen Senat sind am 13. Mai 2026 Schüsse gefallen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hielten sich einige Senatsmitglieder im Gebäude auf, als die Schüsse zu hören waren. Kurz zuvor hatten Soldaten mit Schusswaffen das Gebäude betreten und zur Räumung aufgefordert. Innenminister Juanito Victor Remulla erklärte, es gebe keine Verletzten, die Schützen seien noch nicht identifiziert.
Hintergrund: Festnahme von Ronald de la Rosa
Die Eskalation steht im Zusammenhang mit Senator Ronald de la Rosa, dem ehemaligen Polizeichef unter Ex-Präsident Rodrigo Duterte. Gegen de la Rosa liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Juli 2016 und April 2018 mindestens 32 außergerichtliche Tötungen im Rahmen des „Antidrogenkriegs“ verantwortet zu haben. De la Rosa hält sich seit Tagen im Senat auf, um einer Festnahme zu entgehen, und rief seine Anhänger über soziale Medien zur Versammlung auf.
Reaktionen
Präsident Ferdinand Marcos Jr. rief in einer Fernsehansprache zur Ruhe auf und betonte, die Regierung sei nicht in den Vorfall verwickelt und habe keine Festnahme angeordnet. Der Verbleib de la Rosas ist unklar.
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