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International 11.03.2026, 01:43 Aktualisiert: 11.03.2026, 18:04

Busbrand in Kerzers: Mutmaßlicher Brandstifter war psychisch krank

Mindestens sechs Menschen starben und fünf wurden verletzt bei einem Busbrand in Kerzers, Schweiz.

Wichtige Fakten

  • Mindestens sechs Menschen starben und fünf wurden verletzt bei einem Busbrand in Kerzers, Schweiz.
  • Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus, schließt aber terroristischen Hintergrund aus.
  • Der mutmaßliche Brandstifter war laut Staatsanwaltschaft psychisch instabil und könnte einer der Toten sein.
  • Der Brand brach kurz vor der Endstation in Kerzers aus, etwa 20 Kilometer westlich von Bern.
  • Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich bestürzt über den erneuten schweren Brand in der Schweiz.

Zusammenfassung des Vorfalls

Bei einem schweren Brand in einem Linienbus in der Schweiz sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und fünf weitere wurden verletzt, darunter ein Rettungssanitäter. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend im Zentrum von Kerzers im Kanton Freiburg, etwa 20 Kilometer westlich von Bern. Der Bus des Unternehmens Postauto, der auf der Strecke zwischen Düdingen und Kerzers verkehrte, brannte völlig aus und wurde nach dem Löschen der Flammen mit weißen Planen abgeschirmt. Auf Videos in sozialen Medien waren meterhohe Flammen und eine riesige Rauchsäule zu sehen.

Ermittlungen und mögliche Ursachen

Die Polizei gab bekannt, dass eine vorsätzliche Tat als Ursache für den Brand in Betracht gezogen wird, wobei Ermittlungen dazu laufen. Augenzeugenberichte schildern, dass ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben konnten zunächst nicht bestätigt werden, werden aber weiter untersucht. Die Staatsanwaltschaft hat nun Hinweise auf eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Brandstifters bekanntgegeben. Der Mann wurde als psychisch instabile Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte, und die Ermittler gehen davon aus, dass er einer der sechs Toten ist. Die Polizei schließt einen terroristischen Hintergrund aus.

Reaktionen und Kontext

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte sich bestürzt über den Vorfall, insbesondere im Kontext eines früheren Brandes in Crans-Montana, bei dem 40 Menschen starben. In der Hauptstadt Bern gedachten beide Kammern des Parlaments der Todesopfer. Nationalratspräsident Pierre-André Page betonte, dass dieses tragische Ereignis weit über die Region hinaus erschüttert.

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