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International 02.03.2026, 16:11 Aktualisiert: 02.03.2026, 18:16

Schwere Gewalt in Südsudan: Mindestens 169 Tote bei Angriff im Norden

Angreifer überfielen Abiemnom County in Ruweng am Sonntag im Morgengrauen.

Wichtige Fakten

  • Angreifer überfielen Abiemnom County in Ruweng am Sonntag im Morgengrauen.
  • Unter den Toten sind 90 Kinder, Frauen und ältere Menschen sowie 79 Sicherheitskräfte.
  • Die UN-Mission Unmiss bietet Schutz für etwa 1.000 vertriebene Zivilisten.
  • Die SPLA-IO bestreitet eine Beteiligung an dem Angriff.
  • Südsudan riskiert laut UN einen Rückfall in einen umfassenden Bürgerkrieg.

Angriff mit schweren Folgen

Bei einem Angriff im Norden Südsudans sind mindestens 169 Menschen getötet worden, darunter 90 Kinder, Frauen und ältere Menschen sowie 79 Angehörige regionaler Sicherheitskräfte. Der Überfall ereignete sich am Sonntag im Morgengrauen in Abiemnom County, Ruweng, wo bewaffnete Jugendliche Häuser und Märkte in Brand setzten und die lokalen Regierungskräfte zahlenmäßig überlegen waren. Laut James Monyluak Mijok, Informationsminister von Ruweng, wurden die Angreifer später vertrieben, und die Behörden haben die Kontrolle wiedererlangt.

Internationale Reaktionen und Hintergründe

Die UN-Mission in Südsudan (Unmiss) hat etwa 1.000 Zivilisten aufgenommen, die Schutz suchten, und bietet Notfallmedizin für Verletzte an. Sie warnt vor einer Eskalation der Gewalt und fordert eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten. Die SPLA-IO, die mit den Angreifern in Verbindung gebracht wird, bestreitet jede Beteiligung. Südsudan, seit seiner Unabhängigkeit 2011 von Bürgerkrieg und Armut geplagt, steht laut UN vor dem Risiko eines Rückfalls in einen umfassenden Konflikt, da das Machtteilungsabkommen von 2018 zwischen Präsident Salva Kiir und Riek Machar bröckelt.

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