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International 13.02.2026, 10:00

Schwerer Winter in Kiew: Russlands Angriffe auf Energieinfrastruktur führen zu humanitärer Krise

Russland hat 80% der Stromerzeugungskapazitäten des Energieversorgers DTEK zerstört.

Wichtige Fakten

  • Russland hat 80% der Stromerzeugungskapazitäten des Energieversorgers DTEK zerstört.
  • In Kiew sind 2.600 Gebäude ohne Strom und Heizung, 45% der Schulen sind geschlossen.
  • Mindestens 10 Menschen starben an Unterkühlung, 1.469 wurden hospitalisiert.
  • Die Stromversorgung in Kiew ist auf 3-4 Stunden pro Tag beschränkt.
  • UNICEF hat Wärmezelte gespendet, um Familien vor der Kälte zu schützen.

Humanitäre Krise durch gezielte Angriffe

Russland hat in den letzten Wochen die Energieinfrastruktur der Ukraine massiv angegriffen, was in Kiew zu weitreichenden Stromausfällen und einer humanitären Krise geführt hat. Laut dem Energieversorger DTEK wurden 80% der Stromerzeugungskapazitäten zerstört, und nur eines von fünf Kraftwerken ist noch am Netz. In der Hauptstadt sind 2.600 Gebäude ohne Strom und Heizung, und die Stromversorgung ist auf drei bis vier Stunden pro Tag beschränkt. Mindestens zehn Menschen starben an Unterkühlung, 1.469 wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Die Angriffe treffen besonders vulnerable Gruppen wie Familien, Kinder und Pensionisten. 45% der Schulen in Kiew sind aufgrund fehlender Heizung geschlossen, was zu Bildungsausfällen und sozialer Isolation führt. UNICEF hat Wärmezelte eingerichtet, in denen sich Bewohner aufwärmen und ihre Geräte aufladen können. Viele Bewohner nutzen Notlösungen wie Gasbrenner, Powerbanks oder isolieren ihre Wohnungen mit Luftpolsterfolie, um der Kälte zu trotzen.

Internationale Hilfe erforderlich

Die ukrainischen Behörden und Energieunternehmen fordern dringend internationale Unterstützung, insbesondere zusätzliche Luftabwehrsysteme und Munition, um weitere Angriffe abzuwehren. Ein kurzzeitiger Waffenstillstand im Energiebereich, der auf Bitte von Donald Trump vereinbart wurde, wurde nach wenigen Tagen von Russland gebrochen. Die Reparaturen an der Infrastruktur gestalten sich schwierig, da viele Komponenten aufgrund der extremen Kälte eingefroren sind.

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