Ukraine schickt Delegation erneut in die USA – Selenskyj hofft auf Abkommen in Davos, Angriffe auf Energieanlagen dauern an
- • Eine ukrainische Delegation ist für weitere Gespräche über ein mögliches Kriegsende und Sicherheitsgarantien im US-Bundesstaat Florida eingetroffen; dies bestätigte Präsidialamtschef Kyrylo Budanow.
- • Zur Delegation gehören neben Budanow auch Sicherheitsratschef Rustem Umerow und Unterhändler David Arachamia; Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Abreise zuvor bekanntgegeben.
- • Geplant sind Treffen mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff, Jared Kushner und Armeeminister Dan Driscoll; Thema sind Sicherheitsgarantien sowie die wirtschaftliche Erholung der Ukraine.
"Ob es in Davos tatsächlich zu einer Unterzeichnung kommt, hängt von der Klärung der noch offenen Streitpunkte zwischen Kyjiw und Washington sowie von der Frage ab, ob und in welcher Form Moskau die Vorschläge überhaupt prüft. Parallel dürften die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur den Druck auf die Ukraine während der Kälteperiode hoch halten."
Odesa unter verstärktem russischen Beschuss: Angriffe auf Häfen und Energieversorgung verschärfen Winterkrise
- • Odesa steht laut BBC seit Wochen unter anhaltenden russischen Luftangriffen; Ziele sind insbesondere Hafen- und Energieinfrastruktur, zugleich werden regelmäßig Wohngebäude getroffen – teils mit tödlichen Folgen.
- • Die Region ist wirtschaftlich und strategisch zentral: Odesa verfügt über die drei größten ukrainischen Häfen, darunter den einzigen Tiefwasserhafen; 90% der ukrainischen Exporte wurden im Vorjahr über den Seeweg verschifft.
- • Russische Angriffe beschädigten laut BBC Infrastruktur und zerstörten Fracht/Container; Besatzungsmitglieder ausländischer Handelsschiffe im Golf von Odesa wurden dabei verletzt oder getötet.
"Sollten die Angriffe auf Hafenanlagen und Energieinfrastruktur anhalten, drohen längerfristige Schäden für Odesas Exportwirtschaft und eine weitere Abschreckung internationaler Reedereien. Gleichzeitig dürfte die Belastung der Bevölkerung im Winter durch Strom- und Heizungsunterbrechungen sowie zunehmende Alarm-Müdigkeit weiter steigen; neue Treffer auf zivile Infrastruktur und Schiffe bleiben wahrscheinlich."
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