SED-Opferbeauftragte fordert verpflichtende Gedenkstätten-Besuche für Schüler
Wichtige Fakten
- • SED-Opferbeauftragte Zupke fordert Gedenkstättenbesuche für alle Schüler.
- • Mindestens ein Besuch einer Gedenkstätte zur zweiten Diktatur empfohlen.
- • Sorge, dass SED-Diktatur zur Fußnote der Geschichte wird.
- • Mehr DDR-Geschichte im Unterricht nötig, besonders im Westen.
- • 37.000 politisch Inhaftierte haben noch Anspruch auf Opferrente.
Forderung nach verpflichtenden Besuchen
Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, fordert verpflichtende Gedenkstätten-Besuche für Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Gegenüber der Rheinischen Post betonte sie, dass die DDR-Geschichte oft nicht verbindlich im Unterricht behandelt werde. Sie wünscht sich, dass jeder Schüler mindestens einmal eine Gedenkstätte der zweiten deutschen Diktatur besucht.
Mehr DDR-Geschichte im Unterricht
Zupke fordert eine intensivere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur im Schulunterricht. Sie sorgt sich, dass diese Zeit zu einer „bloßen Fußnote der Geschichte“ werden könnte. Trotz des föderalen Bildungssystems müssten Wege gefunden werden, das Thema sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland besser zu verankern. Die Schüler sollten verstehen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war.
Hintergrund und Gedenken
Rund 37.000 in der DDR politisch Inhaftierte haben heute noch Anspruch auf eine Opferrente. Zwischen 1945 und 1989 gab es insgesamt 250.000 politische Häftlinge. Zupke wies darauf hin, dass die Verklärung der DDR ein Schlag ins Gesicht der Opfer sei. Der 12. August markiert den 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer, der am morgigen Dienstag begangen wird.
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