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Politik 05.06.2026, 06:00 Aktualisiert: 05.06.2026, 12:00

Selenskyj bietet Putin in offenem Brief direkte Friedensgespräche an

Selenskyj schlägt direktes Treffen mit Putin in neutralem Land vor.

Wichtige Fakten

  • Selenskyj schlägt direktes Treffen mit Putin in neutralem Land vor.
  • Tote und Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Lebensmittelfabrik nahe Kiew.
  • Putin fordert von Ukraine Gebietsabtretungen, bleibt gesprächsbereit.
  • Zehntausende russische Soldaten sollen im Mai getötet oder verwundet worden sein.
  • Trump begrüßt mögliches Treffen, drängt auf Kompromisse.

Selenskyjs persönlicher Appell

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem offenen Brief an Wladimir Putin eine direkte Begegnung zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen. Er betonte, es wäre falsch, darauf zu warten, dass sich die USA wieder auf den Ukraine-Krieg konzentrierten, während sie im Iran engagiert seien. Als Treffpunkt brachte er neutrale Länder wie die Schweiz, die Türkei oder arabische Staaten ins Spiel, bot eine vollständige Waffenruhe für die Dauer der Gespräche und einen umfassenden Gefangenenaustausch an.

Wachsende Opferzahlen und Kriegsmüdigkeit

Zeitgleich mit der diplomatischen Initiative verzeichnet die Ukraine schwere russische Drohnenattacken: Nahe Kiew wurden vier Arbeiter einer Lebensmittelfabrik getötet, weitere starben in den Regionen Saporischschja und Cherson. Selenskyj in dem Brief erklärte, seine Informationen zeigten, dass Russland allein im Mai über 30.000 Soldaten verloren habe – die Bevölkerung sei des Konflikts überdrüssig. Er rief Putin auf „Hab keine Angst, den Weg aus diesem Krieg zu nehmen.“

Unterschiedliche Positionen und internationale Reaktionen

Wladimir Putin verwies auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf einen Alaska-Gipfel mit Trump – er sei gesprächsbereit, bestehe aber auf Gebietsabtretungen. Trump begrüßte Selenskyjs Vorstoß als „großartig“ und forderte beide Seiten zu Kompromissen auf, ohne diese zu präzisieren. Während Washington ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine auf den Weg brachte, bekräftigte der Kreml, Selenskyj könne „jederzeit nach Moskau kommen“, obwohl dieser im bilateralen Treffen einen neutralen Ort bestehen will.

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