Selenskyj fordert mehr Druck auf Putin und sieht Deutschland in Führungsrolle
Wichtige Fakten
- • Selenskyj sieht Kriegsende nur durch Druck von USA und EU auf Putin möglich.
- • Er fordert Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen und kritisiert Ungarns Blockade.
- • Deutschland wird für finanzielle Führungsrolle bei der Unterstützung gelobt.
- • Ukraine hat im Süden 300 Quadratkilometer Land zurückerobert.
- • Starlink-Zugang für russische Armee wurde abgeschaltet, was Ukraine nutzt.
Selenskyjs Forderungen und Bilanz
Im ARD-Interview äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zum Kriegsverlauf und forderte verstärkten Druck der USA und der Europäer auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin, um Verhandlungen zu erzwingen. Er zeigte sich kompromissbereit für einen Waffenstillstand, betonte aber, dass Territorialfragen nur auf höchster Ebene geklärt werden können. Selenskyj lobte Deutschland für seine führende Rolle bei der finanziellen Unterstützung, kritisierte jedoch Ungarns Premierminister Viktor Orbán für die Blockade von EU-Hilfen und forderte eine Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen.
Militärische und wirtschaftliche Aspekte
Militärisch wertete Selenskyj die vier Kriegsjahre als Niederlage für Russland, da die Ukraine ihre Unabhängigkeit bewahrt habe, und verwies auf jüngste Geländegewinne von 300 Quadratkilometern im Süden. Zudem begrüßte er die Abschaltung des Starlink-Internetzugangs für die russische Armee durch SpaceX, was die ukrainische Kommunikation stärkt. Wirtschaftlich forderte er europäische Staaten auf, den Druck auf Russland durch weitere Erschwerung von Ölexporten zu erhöhen, und äußerte den Wunsch nach deutscher Beteiligung an Friedenssicherungstruppen nach einem Waffenstillstand.
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