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Wirtschaft 25.03.2026, 12:29 Aktualisiert: 25.03.2026, 15:43

Shell-Chef warnt vor Energie-Engpässen in Europa durch Iran-Konflikt

Shell-Chef Wael Sawan warnt vor Diesel- und Benzin-Engpässen in Europa ab April.

Wichtige Fakten

  • Shell-Chef Wael Sawan warnt vor Diesel- und Benzin-Engpässen in Europa ab April.
  • Die Schließung der Straße von Hormuz bedroht die Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf.
  • Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet mit Versorgungsengpässen im späten April oder Mai.
  • BlackRock-Chef Larry Fink sieht Risiko einer globalen Rezession bei Ölpreisen um 150 US-Dollar.
  • Die Ölpreise schwanken aktuell um 100 US-Dollar nach einem vorübergehenden Anstieg auf 114 US-Dollar.

Warnung vor Energie-Engpässen

Der Chef des Ölkonzerns Shell, Wael Sawan, hat davor gewarnt, dass Europa bereits im April mit Engpässen bei fossilen Brennstoffen konfrontiert sein könnte, falls die Straße von Hormuz nicht wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird. Diese wichtige Handelsroute für Öl und Gas aus dem Persischen Golf ist seit Wochen blockiert, was bereits zu Energie-Rationierungen in asiatischen Ländern geführt hat. Sawan betonte auf einer Industriekonferenz in Texas, dass die Krise zunächst Südasien traf und sich nun auf Südost- und Nordostasien sowie Europa ausweitet.

Auswirkungen auf Treibstoffpreise und Wirtschaft

Die Unterbrechung der Lieferungen hat bereits die Preise für Kerosin verdoppelt, und Diesel könnte als nächstes unter Druck geraten, gefolgt von Benzin mit Beginn der Sommersaison. Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche unterstützte diese Einschätzung und prognostizierte Versorgungsengpässe für Ende April oder Mai, falls der Konflikt anhält. Sie kritisierte zudem den deutschen Atomausstieg als Fehler und betonte die Bedeutung von Flüssiggas-Importen.

Mögliche globale wirtschaftliche Folgen

Larry Fink, Chef des Vermögensverwalters BlackRock, warnte im BBC-Interview vor tiefgreifenden wirtschaftlichen Konsequenzen, sollte der Iran-Konflikt andauern und die Ölpreise auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen. Dies könnte zu einer schweren globalen Rezession führen. Die britische Regierung verwies hingegen auf ihre vielfältigen und resilienten Energieversorgungsquellen und betonte die internationale Zusammenarbeit.

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