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Inland 02.08.2026, 14:51 Aktualisiert: 02.08.2026, 18:01

Söder im ARD-Sommerinterview: Trotz Schwäche und Kritik bleibt er gelassener Stabilitätsanker

CSU seit 1950ern. Verlor 13 Landratsposten.

Wichtige Fakten

  • CSU seit 1950ern. Verlor 13 Landratsposten.
  • Söder: CSU stabilster Anker in wirren Zeiten.
  • Abschiebungen im 1. Halbjahr 2026 sanken um etwa 2100.
  • Söder will Ende der Rente mit 63.
  • Söder: Merz steht stabil, Aigner als Bundespräsidentin.
  • Söder erhält für Behauptungen teils schlechte Noten.

Söder und die Lage der CSU

Bei den bayerischen Kommunalwahlen 2026 erreichte die CSU 32,5 Prozent, das schlechteste Ergebnis seit den 1950er-Jahren, und verlor 13 Landratsposten. Trotzdem zeigt sich Ministerpräsident Markus Söder im ARD-Sommerinterview gelassen, betont die Rolle der CSU als "größter Stabilitätsanker", obwohl auch seine persönlichen Zustimmungswerte deutlich nachgelassen haben. Die Vorwürfe aus den eigenen Reihen und der wachsende Erfolg der AfD von 12,2 Prozent (+7,5 Punkte bedeuten für Söder Anlass, die Partei als nicht einfacher zu bekämpfen und die Regierungsstabilität zu betonen. Mehr noch betont er eine konzentrierte Arbeitsweise: "Nicht viele Änderungen und schon gar keine GroKo-Debatten." Die Forderungen nach einem Kurswechsel in der SPD wies er zurück.

Migrations- und Abschiebepolitik

Söder fordert im Interview eine verbesserte Rückführung von Personen ohne Aufenthaltstitel, doch der Faktencheck relativiert: Die Zahlen zeigen einen leichten Rückgang. Konkret sank die Zahl der Abschiebungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um rund 2.100 im Vergleich zum Vorjahr, was der Behauptung von Söder widerspricht, die Bundesregierung agiere hier stringenter. Weiterhin kritisierte er das Vorhaben der Bundesregierung zur Krankschreibung ab dem ersten Tag, sowohl mit Verweis auf zu belastendes medizinisches Personal als auch die geplanten Verschärfungen ließ er nicht unkommentiert.

Rentenpolitik

Der Streit über das Aus der Rente nach 45 Beitragsjahren schwelt weiter: Söder will an den Empfehlungen der Rentenkommission festhalten, während CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland die Reform ablehnen. Die SPD bietet über Bas eine Diskussion an, wenn umstritten sei und warnt vor übereilten Entscheidungen. Söder beharrt kompromisslos auf die Umsetzung des Gesamtpakets: Auch zeigt er sich bezüglich der Regierungsstärke von Friedrich Merz als völlig widerstandsfähig.

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