Sonnencreme: Mythen und Fakten im Check - Keine Gesundheitsgefahr
Wichtige Fakten
- • Octocrylen kommt kaum noch in Sonnencremes vor, Benzophenon selten in gefährlichen Mengen.
- • Weichmacher DnHexP in Sonnencremes nimmt stark ab, EU-Grenzwert ab 2025.
- • Antioxidantien schützen nur gering vor UV-Strahlen, ersetzen Sonnencreme nicht.
- • 92% der Kinderurinproben 2025 enthielten MnHexP, Ursache unklar.
- • BfR und CVUA bestätigen: Sonnencreme ist gesundheitlich unbedenklich.
Mythen um Sonnencreme: Sicherheit bestätigt
In sozialen Medien kursieren viele Mythen, dass Sonnencreme krebserregend oder gesundheitsschädlich sei. Eine Überprüfung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Chemischen Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) Karlsruhe zeigt jedoch: Sonnencremes sind sicher. UV-Filter wie Octocrylen, aus dem das möglicherweise krebserregende Benzophenon entstehen kann, werden kaum noch verwendet. Nur sieben Prozent der Hersteller nutzten 2024 Octocrylen, und selbst dann fanden sich keine bedenklichen Benzophenon-Gehalte. Auch der UV-Filter DHHB, dessen Herstellung den verbotenen Weichmacher DnHexP in Spuren enthalten kann, ist unbedenklich. Zwar wurde MnHexP, ein Abbauprodukt, 2025 in 92 Prozent der Urinproben von Kindern nachgewiesen. BfR und CVUA betonen jedoch, dass die bisher nachgewiesenen Mengen kein Gesundheitsrisiko darstellen. Zudem sank der Anteil belasteter Sonnencremes von über 50 Prozent (2024) auf 20 Prozent (2025). Ab 2026 begrenzt die EU DnHexP auf ein Milligramm pro Kilogramm.
Antioxidantien kein ausreichender Sonnenschutz
Der Mythos, dass Antioxidantien wie Karotten oder Öle ausreichend vor UV-Strahlen schützen, stimmt nicht. UV-Strahlung erzeugt freie Radikale, die Hautkrebs verursachen können. Antioxidantien können diese zwar abfangen, Studien zeigen aber nur eine geringe Schutzwirkung – sie ergänzen Sonnencreme, ersetzen sie nicht. Zusammenfassend betont die Expertin Maren Hegmanns: Sonnencreme schützt zuverlässig vor Hautkrebs und ist gesundheitlich unbedenklich. Die Verbraucher können beruhigt zu bewährten Sonnenschutzmitteln greifen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.