Berliner Palliativarzt gesteht Tötungen nach fast einjährigem Prozess
Wichtige Fakten
- • Palliativarzt gestand 12 von 15 angeklagten Taten.
- • Er habe sich für moralisches Handeln mit falschen Mitteln gehalten.
- • Geständnis kam am 54. Verhandlungstag vor dem Landgericht Berlin.
- • Ermittlungen zu 76 weiteren Todesfällen laufen noch.
- • Dem Arzt droht eine lebenslange Haftstrafe.
Prozess gegen Palliativarzt in Berlin
Ein Berliner Palliativarzt, der seit Juli 2025 vor dem Landgericht Berlin angeklagt ist, Dutzende Patienten getötet zu haben, hat am 54. Verhandlungstag ein überraschendes Geständnis abgelegt. Der 41-jährige Mediziner räumte 12 der 15 angeklagten Taten ein und entschuldigte sich bei den Angehörigen. Er erklärte, er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten Leid zu ersparen. Nach jeder Tat habe er das Gefühl gehabt, dass es aufhören müsse.
Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt Mord aus Heimtücke und sonstigen niederen Beweggründen vor. In einigen Fällen soll er Brände gelegt haben, um die Taten zu vertuschen. Parallel zur Verhandlung laufen Ermittlungen zu derzeit 76 weiteren Fällen. Abgehörte Telefonate mit seiner Frau hatten seine Taten bereits im Vorfeld des Geständnisses teilweise offenbart, wobei der Arzt im Gespräch betonte, nicht 'gemordet' zu haben. Sein Geständnis erklärte er nicht mit den 'erdrückenden Beweisen', sondern mit einer inneren Auseinandersetzung. Er erwarte eine lebenslange Haftstrafe und hoffe, dies sei ein Trost für die Hinterbliebenen.
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