Spargelsaison startet unter wirtschaftlichem Druck
Wichtige Fakten
- • Spargelsaison startet früh durch mildes März-Wetter.
- • Mindestlohn von 13,90 Euro erhöht Produktionskosten erheblich.
- • Anbaufläche in Beelitz seit 2018 um ein Drittel geschrumpft.
- • Landwirte fordern differenzierten Mindestlohn für Saisonarbeiter.
- • Deutsche Spargelbauern konkurrieren mit günstigeren EU-Ländern wie Spanien.
Früher Saisonstart mit wirtschaftlichen Herausforderungen
Die Spargelsaison in Deutschland hat früh begonnen, bedingt durch mildes März-Wetter, das die Ernte vor Ostern ermöglichte. Das Hauptanbaugebiet rund um Beelitz in Brandenburg, wo Spargel das bedeutendste Gemüse ist, sieht sich jedoch mit steigenden wirtschaftlichen Druck konfrontiert. Die Anbaufläche hat sich seit 2018 um ein Drittel von 1.800 auf 1.200 Hektar verkleinert.
Kostensteigerungen durch Mindestlohn und Wettbewerb
Landwirte klagen über hohe Kosten, insbesondere durch den Mindestlohn von 13,90 Euro, der als "Riesen-Herausforderung" gilt. Sie fordern einen differenzierten Mindestlohn für Saisonarbeiter, um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien zu sichern, wo niedrigere Löhne günstigere Spargelpreise ermöglichen. Trotzdem finden sie aktuell genug Erntehelfer, da der deutsche Mindestlohn in Europa attraktiv ist.
Anpassungsstrategien und regionale Vermarktung
Um kostendeckend zu arbeiten, sparen die Bauern an anderen Stellen, etwa durch effizientere Auslieferung, um Fahrtkosten bei hohen Spritpreisen zu reduzieren. Sie betonen die Bedeutung des Kaufs regionalen Spargels, nachdem in Brandenburg im Vorjahr rund 19.000 Tonnen geerntet wurden. Die Saison endet traditionell am 24. Juni, mit endgültigen Erntezahlen Ende des Monats.
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