Steinzeit-Käse: Archäologin experimentiert mit 6000 Jahre alten Rezepten
Wichtige Fakten
- • Käseherstellung vor 6000 Jahren war Milch konservierbar und laktosearm.
- • Archäologin Tiemann nutzt Nachbauten von Tongefäßen für Experimente.
- • Verschiedene Siebgrößen beeinflussen die Molkemenge und Käsesorte.
- • 3D-Scans sollen helfen, viele Versuche digital zu simulieren.
- • Die Experimente ergeben Hinweise auf Weich- oder Hartkäse.“
Forschung: Nachbau steinzeitlicher Käse
Archäologin Luise Tiemann erforscht die Käseherstellung in der Steinzeit mit Experimenten im Freilichtmuseum Bajuwarenhof bei München. Sie nutzt nachgebaute Tongefäße und Werkzeuge der Jungsteinzeit, um aus Rohmilch Käse zu produzieren. Ziel ist zu verstehen, welche Käsesorten – Hart- oder Weichkäse – möglich waren.
Rekonstruktion: Siebe und Techniken der Vorfahren
Die Forscherin erprobt verschiedene Siebgrößen als Nachbauten originaler Funde aus der Schweiz, Brandenburg und Bayern. Diese beeinflussen die Molkeabgabe entscheidend. Größere Löcher eignen sich für Weichkäse, feinere für härteren Käse. Die 3D-Scans von Gefäßen sollen permitärien, die Experimente digital vielfach zu simulieren und statistische Daten zu gewinnen.
Ergebnisse und offene Fragen
Tiemann stellt fest, dass die Konsistenz des Käsebruchs essentiell ist. Der aktuelle Versuch ergab eher Hartkäse. Wie steinzeitliche Menschen die Reifung gestalteten, bleibt noch ungeklärt und ist für die Archäologin eine nächste Herausforderung.
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