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International 13.04.2026, 14:19 Aktualisiert: 13.04.2026, 18:06

Präsidentenwahl in Peru: Fujimori und López Aliaga in Stichwahl - Wahlchaos und Anschuldigungen

35 Kandidaten traten bei der Präsidentenwahl in Peru an.

Wichtige Fakten

  • 35 Kandidaten traten bei der Präsidentenwahl in Peru an.
  • Keiko Fujimori (17%) und Rafael López Aliaga (16%) führen zur Stichwahl am 7. Juni 2026.
  • Wahlunregelmäßigkeiten führten zu verlängerten Öffnungszeiten und geschlossenen Wahllokalen.
  • Mehr als 60.000 Wähler konnten ihre Stimme nicht abgeben.
  • Peru steckt seit Jahren in einer Wirtschafts- und Sicherheitskrise mit zunehmender Gewalt.

Ergebnisse und Stichwahl

Bei der Präsidentenwahl in Peru mit 35 Kandidaten zeichnet sich eine Stichwahl zwischen der rechtspopulistischen Keiko Fujimori (17% der Stimmen) und dem rechtsextremen Rafael "Porky" López Aliaga (16% der Stimmen) ab, die für den 7. Juni 2026 geplant ist. Drittplatzierter wurde der frühere Kulturminister Jorge Nieto mit etwa 13% der Stimmen. Keiko Fujimori, die Tochter des inhaftierten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, trat zum vierten Mal an und sprach von einem "sehr positiven Zeichen", während López Aliaga von "schwerem Wahlbetrug" sprach und seine Anhänger zu Protesten aufrief.

Wahlprobleme und politische Lage

Wahlunregeln führten zu verlängerten Öffnungszeiten und geschlossenen Wahllokalen, wobei die Wahllokale eine Stunde länger geöffnet blieben und einige am Montag erneut öffneten, um Wählern die Stimmabgabe zu ermöglichen. Rund hundert Wahllokale mussten ganz geschlossen bleiben, und insgesamt konnten mehr als 60.000 Bürger ihre Stimme nicht abgeben, was zu Frustration und Protesten führte. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte das Hauptquartier der Wahlbehörde und Räume eines privaten Subunternehmers, dem vorgeworfen wird, Materialien nicht rechtzeitig geliefert zu haben.

Politische Hintergründe und Herausforderungen

Peru kämpft mit einer tiefen Politikverdrossenheit, Korruptionsskandalen und einer Wirtschafts- und Sicherheitskrise, in der Gewalttaten zunehmen und kriminelle Banden in vielen Regionen die Kontrolle übernommen haben. Fast alle Präsidenten der vergangenen Jahre wurden der Korruption verdächtigt oder sitzen in Haft, und über 90% der Peruaner haben laut Umfragen kein oder wenig Vertrauen in die Politik. Im Wahlkampf versprachen die Kandidaten Maßnahmen wie die Anziehung US-amerikanischer Investoren und die Bekämpfung von Migranten, was die polarisierte Stimmung im Land widerspiegelt.

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