Keiko Fujimori gewinnt Präsidentenwahl in Peru hauchdünn
Wichtige Fakten
- • Keiko Fujimori erhielt 50,13 % der Stimmen.
- • Linkskandidat Roberto Sánchez erhielt 49,87 %.
- • Die Ergebnisse wurden nach wochenlanger Auszählung bekannt gegeben.
- • Sánchez kündigte an, den Wahlsieg nicht anzuerkennen.
- • Fujimori will hart gegen Kriminalität und Migration vorgehen.
Konservativer Sieg nach Kopf-an-Kopf-Rennen
Die peruanische Präsidentenwahl ist entscheiden: Die konservative Kandidatin Keiko Fujimori (51) setzte sich in der Stichwahl vom 7. Juni knapp gegen ihren linken Herausforderer Roberto Sánchez durch. Laut des nationalen Wahlamts entfielen 50,13 Prozent der Stimmen auf Fujimori, 49,87 Prozent auf Sánchez. Die Differenz betrug nur rund 50.000 Stimmen. Das Endergebnis wurde mehr als drei Wochen nach der Wahl durch das nationale Wahlgericht nach Prüfung strittiger Stimmen festgestellt. Die offizielle Proklamation ist für den 3. Juli erwartet.
Konflikt um mögliche Unregelmäßigkeiten angekündigt
Roberto Sánchez’ kündigte bereits im Vorfeld an, eine Regierung unter Fujimori nicht anzuerkennen. Er argumentierte mit Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen aus dem Ausland. Fujimori, Tochter des früheren Autokraten Alberto Fujimori (verstorben 2024), kandidiert zum vierten Mal. Peru ist politisch extrem instabil: In den vergangenen zehn Jahren hatte das Land mittlerweile acht Staatschefs. Fujimori verspricht eine harte Linie gegen Organisierte Kriminalität und Deregulierung der Wirtschaft.
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