Strangulation als stigmatisiertes Verbrechen: Bericht zeigt steigende Anzeigen
Wichtige Fakten
- • 44.000 Strangulationsanzeigen bei der Polizei in England und Wales.
- • Strangulation ist seit 2020 eine eigenständige Straftat.
- • Frauen unter 40 haben nach Strangulation erhöhtes Schlaganfallrisiko.
- • IFAS hat 22.000 Einsatzkräfte geschult.
Anstieg der Strangulationsanzeigen
In England und Wales haben die Polizei im vergangenen Jahr über 44.000 Fälle von Strangulation gemeldet. Dies zeigt ein neuer Bericht des Institute for Addressing Strangulation (IFAS). Seit vier Jahren ist nicht-tödliche Strangulation ein eigenständiges Straftatbestand. Rachel Williams, die selbst Opfer wurde und sich für das Gesetz einsetzte, begrüßt die steigende Zahl der Anzeigen als Zeichen wachsenden Bewusstseins. Sie warnt jedoch, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen könnte. Strangulation kann zu schweren Hirnverletzungen, Schlaganfällen und langfristigen kognitiven Beeinträchtigungen führen, auch wenn äußerlich keine Verletzungen sichtbar sind.
Reaktionen und Forderungen
IFAS-Chefin Bernie Ryan OBE betont, dass vor vier Jahren viele Opfer nicht erkannt, geglaubt oder versorgt wurden. Das Institut hat seit 2022 über 22.000 Fachkräfte aus Polizei, Gesundheitswesen und Justiz geschult. Natalie Fleet, Ministerin für Sicherheit und Gewalt gegen Frauen, spricht von einer „gefährlichen Form des Missbrauchs“ und begrüßt die Fortschritte in der Bekämpfung. Williams fordert jedoch robuste Strafen für Täter.
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