Streik bei ABC: Erster Ausstand seit 20 Jahren bedroht australischen Rundfunk
Wichtige Fakten
- • ABC-Mitarbeiter streiken erstmals seit 2006 für 24 Stunden.
- • 60% der Belegschaft lehnte ein Lohnangebot von 10% über drei Jahre ab.
- • Die jährliche Inflation in Australien lag im Januar bei 3,8%.
- • Gewerkschaften kritisieren unsichere Arbeitsverträge und fehlende Karrierechancen.
Streik legt ABC lahm
Mitarbeiter des australischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ABC sind erstmals seit 20 Jahren in einen 24-stündigen Streik getreten. Die Gewerkschaften MEAA und CPSU riefen zum Ausstand auf, nachdem 60% der Belegschaft ein überarbeitetes Tarifangebot abgelehnt hatten. Das Angebot sah eine Lohnerhöhung von insgesamt 10% über drei Jahre vor – mit 3,5% im ersten und je 3,25% in den folgenden zwei Jahren. Da die jährliche Inflation in Australien im Januar bei 3,8% lag, kritisieren die Gewerkschaften die Angebote als zu niedrig.
Protest gegen unsichere Arbeitsbedingungen
Neben den als unzureichend empfundenen Löhnen protestieren die Mitarbeiter gegen unsichere Arbeitsverträge und mangelnde Karrierechancen. Laut ABC-Direktor Hugh Marks sind 90% der Angestellten fest angestellt, doch Gewerkschaften verweisen auf temporäre Verträge und fordern mehr Job-Sicherheit. Der Streik führt zu erheblichen Programmausfällen, da ohne technisches Personal und Produzenten Sendungen wie das Flaggschiff "7.30" nicht ausgestrahlt werden können. Notfallmeldungen werden jedoch weiterhin übertragen.
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