Großbritannien verbietet soziale Medien für unter 16-Jährige
Wichtige Fakten
- • Verbot tritt im Frühjahr 2027 in Kraft.
- • Betroffen sind TikTok, Instagram, Facebook, X, YouTube, Snapchat u.a.
- • WhatsApp und Signal bleiben ausgenommen.
- • Nächtliche Sperrstunde und Scroll-Pausen für unter 18-Jährige geplant.
- • Eltern, Tech-Konzerne und Kinderrechtsgruppen reagieren gemischt.
Ankündigung des Verbots
Premierminister Sir Keir Starmer hat ein umfassendes Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Großbritannien angekündigt. Die Maßnahme soll im Frühjahr 2027 in Kraft treten und gilt für Plattformen wie Snapchat, TikTok, YouTube, Instagram, Facebook und X, deren Hauptzweck die soziale Interaktion ist. Messengerdienste wie WhatsApp oder Signal sind ausgenommen, ebenso die Kinderversion YouTube Kids.
Weitere Schutzmaßnahmen für Jugendliche
Neben dem Verbot plant die Regierung eine nächtliche Sperrstunde und Unterbrechungen des unendlichen Scrollens für unter 18-Jährige. KI-gestützte „romantische Begleiter“-Chatbots sollen erst ab 18 Jahren zugänglich sein. Alle Funktionen wie Livestreaming und Kontaktaufnahme mit Fremden werden bei unter 17-Jährigen standardmäßig deaktiviert, um einen abrupten Schutzwegfall zu vermeiden.
Umsetzung und Reaktionen
Die Online-Durchsetzungsbehörde Ofcom soll rasch Altersverifikationsmethoden prüfen. Während Elternverbände die Initiative begrüßen, warnen Tech-Konzerne wie Meta und YouTube vor einem „ungleichen Feld“, das Kinder in unregulierte Bereiche treibe. Australien als Vorbild zeigt, dass trotz Gesetz viele Jugendliche weiter Zugang haben. Starmer vergleicht das Verbot mit Alkoholbeschränkungen: Auch wenn einige Regeln umgangen würden, hätten sie eine schützende Wirkung.
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