Studie beziffert Klimaschäden durch US-Emissionen auf Billionen Dollar
Wichtige Fakten
- • US-Emissionen verursachten seit 1990 weltweit 10 Billionen Dollar Wirtschaftsschäden.
- • China verursachte 9 Billionen Dollar Schäden, ist aktuell größter Emittent.
- • 25% der US-Schäden trafen die USA selbst, der Rest vor allem arme Länder.
- • Indien erlitt 500 Milliarden Dollar, Brasilien 330 Milliarden Dollar Schäden.
- • Studie berechnet BIP-Verluste durch hitzebedingte Produktivitätseinbußen und Gesundheitskosten.
Studie berechnet wirtschaftliche Klimaschäden
Eine in Nature veröffentlichte Studie beziffert die globalen Wirtschaftsschäden durch US-Treibhausgasemissionen seit 1990 auf etwa 10 Billionen US-Dollar. Die USA als historisch größter Kohlenstoffemittent haben damit weltweit mehr Schaden am Wirtschaftswachstum verursacht als jedes andere Land, gefolgt von China mit 9 Billionen Dollar Schäden. Etwa ein Viertel dieser Verluste entfiel auf die USA selbst, während ärmere Länder wie Indien (500 Milliarden Dollar) und Brasilien (330 Milliarden Dollar) überproportional betroffen sind.
Methodik und politische Implikationen
Die Forschung berechnet BIP-Einbußen durch hitzebedingte Produktivitätsverluste und Belastungen der Gesundheitssysteme, erfasst aber nicht alle Klimafolgen. Wissenschaftler wie Marshall Burke von der Stanford University betonen die "grundlegende Ungerechtigkeit", dass Menschen geschädigt werden, die das Problem nicht verursacht haben. Die Studie kommt vor dem Hintergrund internationaler Forderungen nach finanzieller Hilfe für "Loss and Damage" (Verluste und Schäden) durch reichere Emittentenländer.
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