Sturgeon fühlt sich nach Ehemanns Veruntreuung bestraft
Wichtige Fakten
- • Peter Murrell bekannte sich schuldig, 400.000 Pfund von der SNP veruntreut zu haben.
- • Nicola Sturgeon bestreitet jede Kenntnis und wurde nicht angeklagt.
- • Murrell kaufte unter anderem ein Wohnmobil, Schmuck und Autos vom gestohlenen Geld.
- • Sturgeon betont, sie sei nicht verantwortlich für die Verbrechen ihres Ex-Mannes.
- • Rufe nach einer öffentlichen Untersuchung des Skandals werden lauter.
Sturgeon äußert sich erstmals öffentlich zum Veruntreuungsskandal
Nicola Sturgeon, die ehemalige Erste Ministerin Schottlands, hat in einem exklusiven BBC-Interview erklärt, sie fühle sich, als verbüße sie eine Strafe für ein Verbrechen, das sie nicht begangen habe. Ihr Ehemann Peter Murrell hatte zuvor gestanden, über 400.000 Pfund von der Scottish National Party (SNP) veruntreut zu haben. Sturgeon betonte, sie habe nichts von den Machenschaften gewusst und sei von der Polizei nicht angeklagt worden. Sie verweigerte jede Entschuldigung für die Taten ihres Ex-Mannes und verwies darauf, dass sie nicht zur Verantwortung für die Verbrechen anderer gezogen werden dürfe.
Details zu Murrells Ausgaben und Sturgeons Emotionen
Murrell hatte das Geld unter anderem für ein Wohnmobil, zwei Autos, Schmuck und teure Kaffeemaschinen ausgegeben. Sturgeon gab an, das Wohnmobil, das auf dem Grundstück ihrer Schwiegermutter geparkt war, nie bewusst gesehen zu haben. Besonders emotional zeigte sie sich bei der Erinnerung an eine Halskette, die Murrell ihr geschenkt hatte und die später mit veruntreuten Geldern bezahlt worden war. Die Kette habe sie oft getragen und die Enthüllung bereite ihr großen Schmerz und Verwirrung.
Politische Reaktionen und Forderungen nach Aufklärung
Sturgeons Auftritt stieß auf Skepsis. Während SNP-Chef John Swinney eine unabhängige Untersuchung ablehnte, fordern Politiker von Labour und Konservativen eine Aufklärung des Skandals. Pat McFadden, Minister im britischen Kabinett, warnte vor einer „Kultur der Kontrolle und Geheimhaltung“. Sturgeon wies Kritik zurück, wonach sie Warnungen ignoriert habe, und erklärte, die Diskussionen innerhalb der SNP hätten sich auf andere Finanzfragen bezogen. Murrell soll am 23. Juni zu einer langen Haftstrafe verurteilt werden.
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