Sturmfolgen im westlichen Mittelmeerraum: Zerstörung und Klimafragen
Wichtige Fakten
- • Grazalema in Spanien erhielt in zwei Wochen ein Jahresniederschlag
- • In Portugal erreichten Windgeschwindigkeiten bis zu 176 km/h
- • Mindestens 43 Todesopfer in Marokko seit Mitte Dezember
- • 16 Stürme trafen Westeuropa in dieser Saison
- • Klimawandel machte einen Hitzewelleneffekt 10-mal wahrscheinlicher
Zerstörung durch Extremwetter
Eine Serie von Stürmen hat in den letzten Wochen Spanien, Portugal und Marokko schwer getroffen. In Grazalema, Spaniens feuchtestem Ort, fiel in zwei Wochen so viel Regen wie sonst in einem Jahr, was zur Evakuierung führte. In Portugal verursachte Sturm Kristin mit Windgeschwindigkeiten bis zu 176 km/h schwere Schäden an Infrastruktur und forderte Todesopfer. In Marokko starben mindestens 43 Menschen, viele in den engen Gassen der Medina von Safi, wo Überschwemmungen Töpferwarenläden zerstörten.
Klimawandel als möglicher Verstärker
Wissenschaftler sind sich unsicher, ob der Klimawandel die Stürme direkt auslöste, aber Analysen deuten auf einen Einfluss hin. Eine Studie von World Weather Attribution (WWA) fand, dass Kohlenstoffemissionen die Regenfälle intensiviert und Überschwemmungen verschlimmert haben könnten. Klimamodelle zeigen gemischte Trends, doch Beobachtungsdaten weisen darauf hin, dass extreme Regenfälle in der Region heute ein Drittel mehr Wasser bringen als in den 1950er Jahren.
Reaktionen und Herausforderungen
Die Bewohner berichten von Angst und Überraschung angesichts der Heftigkeit der Stürme. In Portugal kritisierten einige, dass Notfallwarnungen nicht ausreichten, während in Spanien die Evakuierung von Grazalema als rechtzeitig gelobt wurde. Die EU-Wissenschaftsberater warnten, dass Europa sich unzureichend an die zunehmenden Extremwetterereignisse anpasse.
Das könnte Sie auch interessieren
Festnahme in Heinsberg: Verdächtiger im Mordfall eines ukrainischen Ex-Politikers ergriffen
Starkregen und Überschwemmungen auf Bali führen zu Evakuierungen und Reisebeeinträchtigungen
Brasilien: Tödliche Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.