Tornado in Südfrankreich: Dutzende Verletzte und Hunderte beschädigte Häuser
Wichtige Fakten
- • Fast 40 Menschen wurden verletzt, zwei kritisch.
- • Mindestens 300 Häuser teils schwer beschädigt.
- • Dorf Pomas vollständig evakuiert, Notunterkünfte eingerichtet.
- • Am Dienstag noch 1.400 Haushalte ohne Strom.
- • Vuelta-Etappe wegen Hagelsturms abgebrochen.
Aktuelle Lage und Opferzahlen
Nach dem verheerenden Tornado im französischen Département Aude haben die Behörden genauere Zahlen zu Verletzten und Schäden vorgelegt. Nach Angaben der Unterpräfektin Marie-Hélène Bouissac wurden 39 Menschen verletzt, zwei von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Vermisstenmeldungen liegen nicht vor. Der Wirbelsturm zog am Montagnachmittag über die Region nahe der Touristenstadt Carcassonne und verwüstete mehrere Ortschaften. Besonders schwer betroffen war das Dorf Pomas mit etwas über 1.000 Einwohnern, das vollständig evakuiert werden musste.
Schäden und Infrastruktur
Durch die starken Winde mit Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde wurden mindestens 300 Häuser beschädigt, Dächer abgedeckt und Fenster zerstört. Zahlreiche Straßen waren wegen umgestürzter Bäume und Trümmern gesperrt, der Bahn- und Flugverkehr erlitt Ausfälle und Verspätungen. Auch am Dienstag waren noch etwa 1.400 Haushalte ohne Strom, nachdem zunächst rund 2.800 betroffen waren. Notunterkünfte für obdachlos gewordene Bewohner wurden eingerichtet.
Hintergrund und Wetter
Der Tornado entstand, als eine Hitzewelle in Südfrankreich von schweren Gewittern abgelöst wurde. Das Institut Meteo-France wies darauf hin, dass Tornados in Frankreich zwar jährlich vorkommen, aber meist glimpflicher verlaufen. Die dritte Etappe der Vuelta a España musste wegen Hagels abgebrochen werden. Die Region bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft, weitere Unwetter sind möglich.
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