Grand Canyon: Zwei Tote und 20 Vermisste nach Sturzflut - Klimafaktoren im Verdacht
Wichtige Fakten
- • Zwei Tote, 20 Vermisste nach Sturzflut im Grand Canyon.
- • Über 60 Personen per Hubschrauber evakuiert.
- • 40% der Transcanyon Waterline beschädigt oder zerstört.
- • Sturzflut durch Dürre, Brandnarbe und El Niño begünstigt.
Sturzflut im Grand Canyon fordert zweites Todesopfer
Eine schwere Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona hat mindestens zwei Menschen das Leben gekostet, wie die Nationalparkverwaltung bestätigte. Die genaue Zahl der Todesopfer ist noch unklar; zuvor war ein 46-jähriger Mann nahe den Crystal Rapids geborgen worden. 20 Personen gelten als vermisst, die Behörden versuchen ihren Verbleib zu klären, verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.
Evakuierungen und Schäden
Über 60 Menschen wurden per Hubschrauber aus dem betroffenen Gebiet evakuiert. Die Flut traf die Nordseite des Canyons, wo der Bright Angel Creek vom North Rim herabfließt und den Höhenunterschied von fast 1.800 Metern überwindet. Fußgängerbrücken wurden zerstört, die einzige Wasserleitung des Parks (Transcanyon Waterline) wurde schwer beschädigt, erste Schätzungen sprechen von 40 Prozent Schaden. Historische Einrichtungen wie Phantom Ranch und der Bright Angel Campground bleiben geschlossen.
Ursachen im Fokus
Die Sturzflut wird durch eine ungewöhnlich starke Monsunzeit begünstigt. Experten weisen jedoch auf eine Kombination aus klimatischen Faktoren hin: Die Brandnarbe des vergangenen Jahres von 150.000 Hektar, Trockenheit und der El Niño im Pazifik haben die Gefahr erhöht. Untersuchungen zu Todesfällen und Feuchtigkeit sind notwendig.
Unterkünfte geschlossen und Appell an Bewohner
Betroffen sind alle Lodges und Hotels im Park. Die Bewohner, etwa 2.500 Personen, wurden aufgefordert, Wasser zu sparen. Rafting-Touren auf dem Colorado River sind eingestellt, weitere starke Gewitter wurden für die kommenden Stunden angekündigt, die Katastrophenhilfe läuft auf Hochtouren.
Besucher aus Deutschland und weltweit betroffen
Die Schäden betreffen die Infrastruktur und Erlebnisse für Touristen; in den USA gehören zu den beliebtesten Zielen.
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