Nepal nach der Flutkatastrophe: Überlebende Kinder suchen Hoffnung
Wichtige Fakten
- • Über 900 Tote, 4000 Vermisste nach Sturzflut.
- • 48 verwaiste Kinder in improvisiertem Heim in Trishuli.
- • EU und GB stellen Millionenhilfe bereit.
- • Wiederaufbau kostet 4-5 Milliarden Dollar.
- • Wissenschaftler warnen vor Klimawandel-Folgen.
Verheerende Flutkatastrophe in Nepal und Tibet
Die Sturzflut im Himalaya hat nach jüngsten Angaben über 900 Menschen das Leben gekostet, mehr als 4.000 gelten noch als vermisst. Ausgelöst durch einen gigantischen Gletscherabbruch, raste eine Schlammlawine durch die Täler des Bhotekoshi und Trishuli in Nepal und Tibet. Ganze Dörfer wurden verschüttet, Brücken und Straßen weggerissen. Die Rettungskräfte, vor allem die nepalesische Armee, arbeiten unter Hochdruck, um Überlebende aus unzugänglichen Gebieten zu evakuieren.
Das Leid der Kinder und Familien
Die Überlebenden stehen vor dem Nichts. In improvisierten Heimen, wie dem von Gautam Man Singh gegründeten in der Trishuli-Region, finden viele Kinder Unterschlupf, die ihre Eltern oder Geschwister verloren haben. Ajay Tamang, der selbst seine Frau verlor, kümmert sich nun allein um seinen dreijährigen Sohn. Viele Kinder wurden auf dem Weg zur Schule von der Flut überrascht; einer von zwei Schulbussen wurde davongerissen. Die psychische Belastung ist enorm, viele Kinder können das Geschehene nicht verarbeiten.
Bürokratie und chaotische Verhältnisse
Die Suche nach Vermissten gestaltet sich schwierig, da viele Gebiete weiterhin unzugänglich sind. In Krankenhäusern warten Familien vor Listen mit Namen von Überlebenden, während Behörden wegen mangelndem Platz beginnen, Tote zu bestatten. Auch aus der tibetischen Region dringen nur spärliche Informationen – die chinesischen Behörden geben die Zahl der Toten mit 16 an, vermutlich aber sind es weit mehr.
Hoffnung für die Zukunft
Indes wächst die internationale Solidarität – die Europäische Union und Großbritannien haben bereits Hilfsgelder zugesagt. Für die betroffenen Menschen bleibt jedoch die Frage nach dem Wiederaufbau, der sich über Jahre hinziehen könnte. Die Katastrophe zeigt auch den dringenden Bedarf an besseren Frühwarnsystemen in Zeiten des Klimawandels.
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