Sudan: Drohnenangriffe verschärfen humanitäre Krise in Kordofan
Wichtige Fakten
- • Die Kämpfe in Sudan konzentrieren sich auf Kordofan, eine strategische Region mit Gold- und Ölvorkommen.
- • Drohnenangriffe treffen regelmäßig Zivilisten, Märkte und Hilfskonvois, mit über 50 Toten in zwei Tagen.
- • Die RSF nutzt chinesische CH-95-Drohnen, die Armee türkische Baykar-Modelle, mit Unterstützung durch die UAE und Ägypten.
- • Die RSF hat eine parallele Regierung etabliert, während die Armee Belagerungen in Süd-Kordofan durchbrochen hat.
- • US-Friedensbemühungen blieben erfolglos, ein Drohnenangriff traf Zivilisten am ersten Tag des Ramadan.
Konfliktverlauf und humanitäre Lage
Im Sudan hat sich der Bürgerkrieg zwischen der regulären Armee (SAF) und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) auf die süd-zentrale Region Kordofan verlagert, nachdem beide Seiten ihre Positionen in anderen Hauptkampfgebieten konsolidiert haben. Die fast täglichen Drohnenangriffe treffen Zivilisten, Märkte, Gesundheitseinrichtungen und Hilfskonvois, was zu massiven Opfern führt; allein über 50 Menschen wurden in zwei Tagen in Nord- und West-Kordofan getötet. Die UN und humanitäre Organisationen verurteilen diese Angriffe scharf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung.
Strategische Entwicklungen und internationale Einflüsse
Kordofan, reich an Gold und Öl, ist ein vitaler Korridor zwischen dem von der RSF kontrollierten Darfur und der von der Armee gehaltenen Hauptstadt Khartoum. Die RSF hat eine parallele Regierung etabliert und verbündet sich mit der Rebellengruppe SPLM-N, um ihre Position zu stärken. Die Armee hat kürzlich Belagerungen in Süd-Kordofan durchbrochen und ihre Bombardements auf RSF-Stellungen verstärkt. Internationale Unterstützung spielt eine Rolle: Die RSF nutzt angeblich chinesische Drohnen, geliefert von den Vereinigten Arabischen Emiraten, während die Armee türkische Drohnen einsetzt, mit Berichten über ägyptische Beteiligung an Angriffen auf RSF-Versorgungslinien.
Ausblick und regionale Gefahren
Trotz US-geführter Friedensbemühungen, darunter Hoffnungen auf einen Waffenstillstand zum Ramadan, eskalieren die Kämpfe weiter. Ein Drohnenangriff am ersten Tag des Ramadan traf Zivilisten in West-Kordofan. Analysen deuten darauf hin, dass die RSF und ihre Verbündeten versuchen, neue Fronten im Blauen Nil zu eröffnen, was das Risiko einer regionalen Ausweitung des Konflikts erhöht und die humanitäre Krise verschärft.
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