Südafrikas größte Diamantenmine wird stillgelegt – Krise erschüttert Branche
Wichtige Fakten
- • De Beers legt Venetia-Mine in Limpopo vorübergehend still.
- • Synthetische Diamanten sind 50 bis 80 Prozent günstiger als echte.
- • Konzern investierte zuletzt rund zwei Milliarden Euro in den Standort.
- • Direkt rund 4500 Jobs, tausende weitere indirekt betroffen.
- • Perfekter Sturm aus synthetischen Steinen, Zöllen und Sanktionen.
Krise der natürlichen Diamanten
Die Nachfrage nach echten Diamanten sinkt drastisch, vor allem durch die Konkurrenz synthetischer Steine, die 50 bis 80 Prozent günstiger sind. Hinzu kommen sinkender Konsum in China, US-Zölle auf indischen Diamantschmuck und Sanktionen gegen russische Diamanten. Diese Kombination bezeichnete der langjährige De-Beers-Manager Gareth Penny als „perfekten Sturm“. Jüngere Generationen verlieren zudem das Interesse an echten Diamanten als Verlobungsgeschenk.
Stilllegung trifft arme Region
De Beers stoppt die Produktion in der Venetia-Mine in der Provinz Limpopo für zwei Jahre, obwohl der Konzern noch rund zwei Milliarden Euro in die neue Tiefbauschachtanlage investiert hatte. Direkt sind 4.500 Menschen in der Mine beschäftigt, tausende weitere Jobs hängen indirekt davon ab. Gespräche über sozialverträgliche Maßnahmen wie Frühverrentungen oder Staatshilfen laufen bereits. Südafrikas Minister Mantashe fordert aggressiveres Marketing für Naturdiamanten.
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