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Wirtschaft 11.05.2026, 13:08 Aktualisiert: 11.05.2026, 15:02

Telekom und Rheinmetall arbeiten an Drohnenabwehrschirm

Telekom und Rheinmetall entwickeln Drohnenabwehrschirm für zivile Infrastruktur.

Wichtige Fakten

  • Telekom und Rheinmetall entwickeln Drohnenabwehrschirm für zivile Infrastruktur.
  • Erkennung von Drohnen über passive RF-Sensoren an Mobilfunkmasten.
  • Mobilefunknetz wird zum Radar für Drohnensteuerung genutzt.

Die beiden DAX-Konzerne Deutsche Telekom und Rheinmetall haben eine Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Drohnenabwehrschirms für zivile Infrastruktur bekannt gegeben. Ziel ist es, wichtige Anlagen wie Staudämme, Brücken oder Kraftwerke vor drohnenbasierten Angriffen zu schützen. Das Vorhaben befindet sich noch in einem frühen Stadium.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, dass die Drohnenbedrohung digital sei und eine Kombination aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen erfordere. Telekom-Chef Tim Höttges hob die Kompetenz seines Unternehmens in Konnektivität, Cloud und Datenanalyse hervor, um die Abwehr auf ein neues Niveau zu heben und einen Beitrag zur inneren Sicherheit zu leisten.

Bereits seit längerem arbeiten beide Firmen bei der Drohnen-Erkennung und -Bekämpfung zusammen. Die Telekom eingesetzte passive RF-Sensoren identifizieren Drohnen über deren Funkfernsteuerungssignale ohne aktives Aussenden, um Mobilfunktechnik nicht zu stören. Innovative Technologien, die das Mobilfunknetz selbst als Radar nutzen, sollen die Erkennung von über das Internet gesteuerten Drohnen verbessern. Rheinmetall bringt seine Kompetenz in der Drohnenbekämpfung durch spezielle Sensoriken und Effektoren ein, was bereits in Projekten mit der Hamburger Polizei erprobt wird.

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