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Wirtschaft 16.05.2026, 08:40 Aktualisiert: 16.05.2026, 12:01

Tipps zum Renteneintritt: Die richtige Entnahmestrategie für Ihr Depot

Stimmung: 70 #Rente
Der Staat besteuert Gewinne aus Depotverkäufen mit bis zu 28 Prozent.

Wichtige Fakten

  • Der Staat besteuert Gewinne aus Depotverkäufen mit bis zu 28 Prozent.
  • Die Vier-Prozent-Regel hilft, Vermögen über 30 Jahre zu erhalten.
  • Ein Liquiditätspuffer für 2–3 Jahre schützt vor Börsenschwankungen.
  • Dividenden liefern Einkommen, brauchen aber hohes Kapital für spürbare Erträge.

Warum die Depot-Entnahme im Alter wichtig ist

Beim Renteneintritt stellt sich die Frage, wie man das angesparte Depotvermögen optimal nutzt, um die Rentenlücke zu schließen. Durch einen sogenannten Entsparplan bleiben die Wertpapiere teilweise investiert, sodass weiterhin Rendite erzielt werden kann. Allerdings werden bei jedem Verkauf von Gewinn bringenden Anteilen Steuern fällig.

Steuerliche Aspekte bei der Entnahme

Jeder Verkauf von Wertpapieren mit Gewinn unterliegt der Abgeltungssteuer von 25 Prozent, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer – insgesamt bis zu 28 Prozent. Dabei gilt: Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Gewinne steuerfrei. Zudem kann der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich genutzt werden, um Erträge steuerfrei zu stellen. Ein Freistellungsauftrag bei der Bank vereinfacht dies.

Die Vier-Prozent-Regel als Orientierung

Die Vier-Prozent-Regel empfiehlt, jährlich nur vier Prozent des Vermögens zu entnehmen, damit das Geld 30 Jahre reicht. Rechenbeispiele zeigen: Bei einer Anlagesumme von 584.708 Euro ergibt eine Entnahme von 2.269 Euro monatlich (nach Steuern) bei vollständiger Auflösung nach 30 Jahren. Wer das Kapital erhalten will, erhält nur etwa 1.636 Euro pro Monat. Ein Liquiditätspuffer von zwei bis drei Jahren auf einem Geldmarktkonto schützt vor Kursverlusten.

Alternative: Dividenden

Dividenden bieten regelmäßige Einnahmen ohne Verkauf von Anteilen, sind aber nicht garantiert. Dividenden-ETFs streuen das Risiko. Realistische Renditen (3-5 Prozent pro Jahr) erfordern ein erhebliches Kapital – für 500 Euro monatlich sind rund 150.000 Euro nötig. Daher eignen sich Dividenden eher als Ergänzung.

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